Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, hat sich für den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg ausgesprochen und dazu einen offenen Brief an den SPD-Spitzenkandidaten Michael Naumann gerichtet. Naumann will Schmoldt und andere Gewerkschafter zum Meinungsaustausch einladen.
SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann erklärt dazu:
„Ich werde Herrn Schmoldt und andere Gewerkschafter zu einem Gespräch einladen, um ihnen die Position der Hamburger SPD zu erläutern. Der Dialog mit den Gewerkschaften über alle Zukunftsfragen ist mir wichtig.
Zum Thema Kohlekraftwerk Moorburg ist die Position der Sozialdemokraten klar: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Energieversorgung Hamburgs zu sichern. Ich bin für eine Lösung, die wirtschaftlich und umweltverträglich ist. Eine Umstellung des Kraftwerks auf Gas sollte daher geprüft werden. Ein überdimensioniertes Kohlekraftwerk mitten in der Stadt, das allen Menschen in seiner Dunstfahne zusätzliche Belastungen an Feinstaub, der Elbe eine erhebliche Erwärmung und dem Klima ein massives CO2-Plus bringen würde, kann nicht die optimale Lösung sein. Von den Energiekonzernen erwarte ich klare Angaben, wer wo in Norddeutschland welches Kraftwerk in welcher Größenordnung plant. Es muss darum gehen, einen norddeutschen Energieverbund zu schaffen. Die norddeutschen Bundesländer müssen ihre Kraftwerkskapazitäten abstimmen und danach genehmigen. Die CO2-Belastung durch das Kohlekraftwerk würde alle Klimaschutzbemühungen zukünftiger Senate zunichte machte. Ein umweltpolitischer Energiemix wird dafür sorgen, dass der Strombedarf der Hamburger Wirtschaft und aller Hamburger gesichert ist. Und wir werden dabei den Arbeitsplatzaspekt nicht aus den Augen verlieren.“