Moorburg-Anhörung: Wolkiger Auftakt

Montagmorgen hat das Anhörungsverfahren gegen den Bau des von Vattenfall geplanten Steinkohle-Kraftwerks Moorburg begonnen. Vor Beginn der Anhörung hat die Greenpeace-Gruppe Hamburg gemeinsam mit Attac, NABU, BUND, Robin Wood und dem Botanischen Verein Hamburg e.V. ihren Protest noch einmal deutlich gemacht: Sieben Meter hohe Kohlendioxid(CO2)-Wolken vor den Messehallen stellten den überdimensionalen CO2-Ausstoß des Kraftwerks dar.

„Mit dem erklärten Ziel von Ole von Beust, Hamburg zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu machen, sind diese Pläne nicht vereinbar“, so Energie-Ansprechpartner Rainer Zimmermann von der Greenpeace-Gruppe Hamburg. Das Kraftwerk würde in der geplanten Form 8,5 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Für jeden Hamburger würden mit dem neuen Kohlekraftwerk von Vattenfall die Pro-Kopf-Emissionen von 10,7 Tonnen auf über 15 Tonnen pro Jahr steigen.

Jede der am Protest beteiligten Umweltschutzorganisationen bringt in dem mehrtägigen öffentlichen Anhörungsverfahren ihre eigene Einwendung ein. Für Greenpeace sind sowohl Klima-Experte Karsten Smid als auch – für die ehrenamtliche Greenpeace-Gruppe Hamburg – Diplom-Ingenieur Jochen Eckart und Energie-Ansprechpartner Rainer Zimmermann vor Ort.

Die Anhörung wird acht Tage dauern. Danach wird sich zeigen, ob sich der Erfolg von Bremen wiederholen lässt. Dort hat der Protest der Bürger den Bau eines neuen Kohlekraftwerkes verhindert.

Ein Greenpeace-Flyer mit Fakten zum Thema hier als PDF.

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