Obwohl die Gewinne in den Hamburger Krankenhäusern explodieren, boten sie nur 4,32 Prozent Lohnerhöhung für zwei Jahre an – weniger als die Rentenerhöhung und Inflationsrate. Nun findet am Montag ein Warnstreik bei Asklepios und im UKE statt.
ver.di ruft für 23.4. zum Warnstreik beim Krankenhausarbeitgeberverband Hamburg (KAH) auf.
Am Montag. den 16. April, fand der 2. Verhandlungstermin zwischen der ver.di Tarifkommission und den Arbeitgebern im KAH statt.
In dieser Verhandlung haben die Arbeitgeber ein für ver.di unzureichendes Angebot gemacht. Obwohl die Gewinne in den Hamburger Krankenhäusern explodieren, boten sie nur 4,32 % für zwei Jahre an. „Auf ein Jahr heruntergerechnet ist dies weniger als die Rentenerhöhung und die Inflationsrate dieses Jahres“, zeigt Hilke Stein, ver.di-Landesfachbereichsleitung Gesundheit und Soziales in Hamburg auf. Dass die Arbeitgeber noch nicht einmal bereits sind, den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes anzubieten, ist für ver.di nicht nachvollziehbar. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Beschäftigte in Kran-kenhäusern, die eine hohe Verantwortung für die Gesundheit in dieser Stadt tragen und die unter schwersten Arbeitsbedingungen arbeiten, nicht angemessen am Gewinn beteiligt werden,“ führt Hilke Stein weiter aus.
„Allein die Asklepios-Krankenhäuser in Hamburg haben im vergangenen Jahr 53 Millionen Euro Reingewinn erwirtschaftet. Von diesem Kuchen wollen die Beschäftigten einen Teil abbekommen“, betont Dr. Arnold Rekittke, ver.di-Gewerkschaftssekretär.
Damit die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung überdenken, ruft die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für den 23. April ganztägig zu Warnstreiks in den Asklepios Kliniken Hamburg und im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Universitären Herzzentrum auf.
Die Streikenden treffen sich am 23. April ab 8 Uhr im Gewerk-schaftshaus und ziehen dann ab 9 Uhr vom Besenbinderhof an der Alster vorbei zum Asklepios Klinikum St. Georg, wo gegen 10 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfindet.
Hintergrund:
Zum Krankenhausarbeitgeberverband Hamburg gehören u.a. die Asklepioskliniken Altona, Barmbek, St. Georg, Harburg, Wandsbek, Nord und das UKE und das Universitäre Herzzentrum. Zum Solidaritätsstreik aufgerufen ist auch das Asklepioswestklinikum Hamburg, das den TV KAH anwendet.