Auf einer Besuchstour durch Hamburger Unternehmen warb gestern der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Reinhard Bütikofer gemeinsam mit Farid Müller, Spitzenkandidat der GAL im Wahlkreis Hamburg-Mitte für den Mindestlohn. Begleitet wurden sie von Michael Osterburg, GAL Spitzenkandidat im Wahlkreis 2. Zusammenfassendes Fazit: Die Unternehmer gehen offen und unideologisch mit dem Thema um.
Mehr als 30.000 Hamburgerinnen und Hamburger arbeiten und beziehen wegen zu geringer Löhne staatliche Transfer-Leistungen über Hartz IV. Schätzungen zufolge hätten weitere ca. 50.000 arbeitende Hamburgerinnen und Hamburger Anspruch auf Leistungen aus Hartz IV. Aus diesem Grund setzen sich auch Bündnis 90/DIE GRÜNEN für den Mindestlohn ein.
Auf dem Besuchsplan standen die Hotels Baseler Hof und Dorint Sofitel Alter Wall, der Friseur Peter Polzer und der Expert Personaldienst. Die jeweils einstündigen Gespräche ergaben eine große Offenheit der Unternehmer für den Mindestlohn.
Dazu Farid Müller: „Es freut mich, dass Unternehmen wesentlich unideologischer über den Mindestlohn diskutieren als die Union oder die Handelskammer. Ihnen ist klar, dass Dumpinglöhne auf lange Sicht der Konjunktur schaden und kurzfristig den Wettbewerb verzerren. Wir Grüne wollen ein Modell, das einerseits branchenspezifische Lösungen zulässt, andererseits Untergrenzen einzieht, bis zu denen Löhne zu gering sind. Für uns ist klar, dass die staatliche Subventionierung von Löhnen durch Transferleistungen der falsche Weg ist. Unternehmen, die ihr Wirtschaftsmodell auf Dumpinglöhne aufbauen, sind nicht markttauglich. Die Mindestlohn-Tour hat uns Mut gemacht, für das Grüne Mindestlohn-Modell auch bei den Unternehmen in Hamburg-Mitte weiter um Unterstützung zu werben.“