Mieter nicht aus Szene-Vierteln verdrängen!

Die SPD will wissen, was der Senat gegen die Verdrängung von alteingesessenen Menschen aus Stadtteilen tut, die im Rahmen von Stadtentwicklung und Sanierung attraktiver geworden sind. Mit einer Großen Anfrage (hier als PDF) will der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jan Quast, unter anderem wissen, in welchem Maße etwa in St. Georg, St. Pauli, Ottensen, Eimsbüttel, Altona oder Barmbek-Süd Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden und wie sich der Bestand an Eigentumswohnungen in diesen Vierteln seit 1990 entwickelt hat.

Auch will Quast wissen, wie der Senat die Verdrängung von Mietern im Rahmen der Stadtentwicklung bewertet.

„Städtebauliche Sanierung und eine aktive Politik zur Aufwertung der vom Abrutschen bedrohten Stadtquartiere sind nach wie vor erforderlich. Eine positive Entwicklung von Stadtteilen kann jedoch negative Folgen für die Menschen in den Vierteln haben – etwa wenn Umwandlungen in Eigentumswohnungen und eine Verknappung von Mietwohnungen in diesen Quartieren zu heftigen Mietsteigerungen führen.“

Viele Menschen könnten sich die so genannte „Hochstufung in eine gute Wohnlage“ dann nicht mehr leisten. „Wir wollen deshalb vom Senat wissen, wie die Entwicklung in den innerstädtischen Quartieren in den letzten Jahren war, wie die Situation aktuell eingeschätzt wird und welche, zum Teil bereits vorhandenen, Instrumente sinnvoll eingesetzt werden können um Menschen nicht aus ihren Vierteln zu vertreiben“, sagte Quast.

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