Mehr Wohnungen für Obdachlose

Am heutigen Montag endet das bislang umfangreichste Winternotprogramm für Obdachlose in Hamburg. Die zusätzlichen 360 Notunterkunftsplätze in der Spaldingstraße 1, in Wohncontainern und im Rumond-Walther-Haus werden aufgelöst. Hunderte Obdachlose müssen wieder auf die Straße zurück, denn in Hamburg fehlen akzeptable Unterkünfte und bezahlbare Wohnungen.

Um auf die andauernde, gravierende Wohnungsnot hinzuweisen, demonstrierte das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ vor der Spaldingstraße 1 mit der Forderung „Eine Brücke ist kein Zuhause – 1029 Wohnungen für Obdachlose“.
1029 obdachlose Menschen wurden 2009 auf der Straße gezählt.

„Rund 1.400 Menschen haben die Übernachtungsmöglichkeiten im Winternotprogramm genutzt, nur sehr wenige konnten eine Wohnung beziehen, fast alle sind jetzt wieder auf der Straße“, so Bettina Reuter vom „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“. „Die Wohnungswirtschaft muss dringend viel mehr Wohnungen zur Versorgung obdachloser Menschen zur Verfügung stellen.“

Das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ fordert auch in diesem Jahr zum Ende des Winternotprogramms:

· Alle obdachlosen Menschen sollten unabhängig von Herkunft und Status mit angemessenen Unterkünften versorgt werden, ganzjährig müssen ausreichend Unterkünfte zur Verfügung stehen.
· Die Lebensbedingungen in den Unterkünften müssen verbessert werden. Z.B. durch mehr Einzelzimmer in kleinen dezentralen Einrichtungen. Auch für das Winternotprogramm sind viele kleinere Einrichtungen erforderlich.
· Die Hamburger Wohnungsunternehmen, insbesondere SAGA GWG müssen erheblich mehr Wohnungen für obdachlose und wohnungslose Menschen zur Verfügung stellen, die bisherigen Vereinbarungen mit der Wohnungswirtschaft sind nicht ausreichend.

Im Aktionsbündnis engagieren sich diese Einrichtungen der Hamburger Wohnungslosenhilfe:
Ambulante Hilfe Hamburg e.V., basis & woge e.V., Bodelschwingh- Haus, Diakonie + Bildung im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg Ost, Caritasverband für Hamburg e.V., Diakonisches Werk Hamburg, Diakonisches Werk Hamburg -West/ Südholstein, Die Heilsarmee, Herz-As gGmbH, Hinz & Kunzt, Hude, Integrationshilfen e.V., Jugendhilfe e.V., Kemenate Frauen Wohnen e.V., MW Malteser Nordlicht, Mook wat e.V., Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hamburg-Altona, Verein für Soziale Hilfe e.V.

1 Gedanke zu „Mehr Wohnungen für Obdachlose“

  1. Ist doch in jeder Stadt das gleiche mit der Wohnungssuche… 20 oder mehr Leute, die sich zum Besichtigungstermin in eine Einraumwohnung drängen… Als Normalverdiener sind die Chancen doch gleich Null…

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