„Seit mehr als fünf Jahren doktert der Senat an diesem Plan herum – das Ergebnis ist enttäuschend“ – mit diesen Worten hat die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Carola Veit auf die Vorstellung des „Masterplans Elbbrücken“ durch Bausenator Gedaschko reagiert. Hochhäuser und Towergebäude seien in einem Sammelsurium nebulöser Vorstellungen die einzig konkreten Ideen des Senates. Eine Aufwertung der schwierigen Wohnquartiere für die Menschen, die dort leben, sei offenbar nur am Rande vorgesehen.
Es sei bezeichnend, dass die Baubehörde nicht einmal die schon im Mai 2004 von der Bürgerschaft beschlossene Baumallee an den Elbbrücken umsetze, sagte Veit.
Für die Veddel strebe der Senat die weitere Nachverdichtung an sowie die „Nutzung von öffentlichen Freiflächenpotenzialen“. Veit: „Ist das alles, was der CDU städtebaulich einfällt? Von welchen Freiflächen spricht der Senat eigentlich? Möchte er den Schulhof der Schule Slomanstieg bebauen? Oder soll das Zollamt aufgegeben werden?“ Bedauerlich sei auch, dass der Wilhelmsburger Platz nicht überplant werde.
Besonders enttäuschend seien die Senats-Planungen zum Huckepackbahnhof in Rothenburgsort. „Statt hier die einmalige Chance für citynahes, bezahlbares Wohnen zu ergreifen, will die CDU hier ausschließlich Gewerbe und Dienstleistungen ansiedeln“, so Veit. Der Alster-Elbe-Grünzug solle zwar einen prägenden Bestandteil dieses zu entwickelnden Stadtbereichs darstellen. „Leider kommt er bisher über den Status „Straßenbegleitgrün“ kaum heraus. Hier wird die Chance vertan, einen angemessenen Grünraum mit hohen Aufenthaltsqualitäten zu schaffen“, meint die Abgeordnete.