Maßnahmen für Brauhausviertel gefordert

Direkt am Wandsbeker Marktplatz gibt es ein Viertel, das seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf liegt. Anders aber als im Märchen ist es nicht schön und statt Prinzen haben bisher nur Gutachter probiert, etwas zu ändern – ohne Erfolg. Das Quartier umfasst das Gebiet Brauhausstraße / Königsreihe / Wandsbeker Königstraße / Brauhausstieg.
Hier ein Bericht der Wandsbeker SPD-Bezirksfraktion:

Mitten im Wandsbeker Kerngebiet also bieten sich städtebauliche Chancen, die seit vielen Jahren nicht genutzt werden. Die trostlosen Straßen veröden immer weiter. Die Grundeigentümer sehen aufgrund fehlender Vorgaben und Konzepte keine Notwendigkeit und Möglichkeit, ihre Grundstücke einer sinnvolleren Nutzung zuzuführen.

Die zur Zeit geltenden Durchführungspläne aus dem Jahre 1957 (!) sehen ein reines Gewerbegebiet vor. Weiteres Wohnen ist seitdem zwischen Wandsbeker Marktstraße und Mühlenteich nicht erlaubt.

Angestoßen durch mehrere Anträge und Anfragen der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung und im Kerngebietsausschuss ist seit 2005 Bewegung in die Sache gekommen. Nachdem die Verwaltung inzwischen gute planerische Vorleistungen erbracht hat, muss jetzt die positive Grundstimmung bei den betroffenen Eigentümern und Gewerbetreibenden aufgegriffen werden.

Es ist nun an der Zeit „Nägel mit Köpfen“ zu machen und die Möglichkeiten zu nutzen, die der Bundesgesetzgeber mit einem noch neuen städtebaulichen Instrument, der sogenannten Stadtumbaumaßnahme (nach § 171 BauGB), geschaffen hat.

Dafür fordert die SPD-Fraktion, dass die Bezirksamtsleitung ein städtebauliches Entwicklungskonzept aufstellt, in dem die Ziele und Maßnahmen dargestellt werden. Grundlage sollen die vom Planungsausschuss beschlossenen Vorschläge sein, ein gemischt genutztes Quartier zu entwickeln, in dem durch Abriss, Neubau und Baulückenschließung der Anteil der Wohnnutzung deutlich erhöht wird und der gewerbliche Bereich einen weiteren Schwerpunkt mit Dienstleistungen und Einzelhandel erhält.

Hans-Joachim Klier, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir hoffen, uns in der Bezirksversammlung am 15. November mit unseren Anträgen zur Stärkung und positiven Entwicklung des Wandsbeker Zentrums durchsetzen zu können.“

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