Massenentlassung bei Damp: Was sagt der Senat?

Gleich tausend Mitarbeiter will der Damp-Konzern rauswerfen, davon 131 in Hamburg: „Unanständig und rechtswidrig“ sei das, sagt der DGB Nord und fordert
die Landesregierungen auf, dazu Stellung zu nehmen. Die Endo-Klinik gehört zum Damp/Helios-Konzern.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), fordert die Landesregierungen in Kiel, Schwerin und Hamburg auf, sich zu dem skandalösen Massenrausschmiss beim Damp-Konzern zu äußern:

„Damp und Helios führen sich auf wie Gutsherren: Mit der Entlassung von tausend Beschäftigten sollen die Gewinne des Konzerns maximiert und die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Füßen getreten werden. Doch die Zeiten des Manchester-Kapitalismus sind längst vorbei. Die Beschäftigten machen einen harten, aber gering entlohnten Job – Stundenlöhne um 9 Euro sind die Regel. Ihre gute Arbeit muss endlich fair und tarifvertraglich entlohnt werden.

Diese Massenentlassung ist rechtswidrig und muss auf den entschiedenen Widerstand aller Anständigen stoßen. Ich erwarte hier auch von den Landesregierungen eine klare Positionsbestimmung.

Das Prinzip der Guten Arbeit muss auch in dem hochrentablen Bereich der Gesundheitswirtschaft gelten. Landesregierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen die Dumpinglohn-Strategie der Klinik-Manager durchkreuzen, damit Nachahmer nicht auf dumme Ideen kommen. Das Gebot der Stunde sind Lohnzuwächse und Sozialpartnerschaft, nicht Billiglöhne und Repression.“

Hintergrund:

Der Damp-Konzern hat rund eintausend Beschäftigten der Zentralen Service-Gesellschaft Damp mbH die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ausgesprochen und ihnen empfohlen, bei der Arbeitsagentur vorstellig zu werden. Grund der Massenentlassung sei der unbefristete Streik der Arbeitnehmer für einen Tarifvertrag beim Damp-Konzern, der kürzlich von der Helios-Klinikkette übernommen worden war. Tatsächlich beabsichtigt der Konzern eine drastische Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Folgende Standorte sind betroffen:

· Damp (401 Entlassungen)

· Kiel (16 Entlassungen)

· Lehmrade (30 Entlassungen)

· Ahrenshoop (46 Entlassungen)

· Ostseebad Schönhagen (55 Entlassungen)

· Schleswig (140 Entlassungen)

· Stralsund (184 Entlassungen)

· Hamburg (131 Entlassungen)

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