Noch bis vor kurzem war man – vor allem in den USA – ziemlich hip, wenn man für die werdende Mutter eine Babybauch-Party mit rosa Wimpelchen, Windeltorte und Schärpe „Mum to be“ organisierte – jetzt wird über einen neuen Trend berichtet.
Denn heute geht die gefeierte Vorfreude einen Schritt weiter: Die Zeitschrift „Eltern“ berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über sogenannte „Fötus-Partys“.
In extra dafür eingerichteten Ultraschall-Studios kommen werdende Eltern, ihre Familien und Freunde zusammen, um das Ungeborene in 3-D zu bestaunen. Für rund 100 Euro machen geschulte Laien Aufnahmen vom Ungeborenen, eine DVD mit den eindrucksvollsten Bildern gibt es gegen einen Aufpreis.
Babyfernsehen ohne medizinische Indikation – in Großbritannien oder Holland gehöre das längst zum Schwangerenalltag, so das Magazin. Jetzt haben auch bei uns die ersten Ultraschall-Studios eröffnet: eines im bayerischen Aichach, eines in Erfurt. Schon bald soll die ganze Republik im Franchise-System mit Studios versorgt sein.
„Die Amerikaner zeigen uns, wohin der zweifelhafte Trend führt: In den USA werden längst „Fötus-Partys“ veranstaltet, bei denen zu Hause ein Ultraschallgerät mit mehreren Bildschirmen aufgestellt wird, um das Ungeborene dreidimensional zu präsentieren, während sich die Gäste bei Prosecco und Fingerfood amüsieren“, heißt es in dem Bericht.