Ludolfstraße: Innenbehörde schiebt Schwarzen Peter weiter

Seit April 2005 bemüht sich der Kerngebietsausschuss (KGA) des Bezirks Nord um eine Verbesserung der Situation für den Fahrradverkehr im Bereich Ludolfstraße / Heinickestraße / Eppendorfer Markt.

An der Ampel hinter der Kurve an Alma Hoppes Lustspielhaus kommt es regelmäßig zu Stauungen, da die Wartenden wegen der Enge den durchgehenden Rad­verkehr behindern. Eine legale Möglichkeit, aus Winterhude kommend über diese Ampel und dann die Heinickestraße entlang in die Eppendorfer Landstraße zu gelangen gibt es nicht, obwohl dies die naheliegende Verbindung ist.

Der KGA hat im Laufe der letzten zweieinhalb Jahre mehrere Prüf-Anträge mit konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung dieser Situation verabschiedet. Innenbehörde und Behöre für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) reagierten darauf lange Zeit entweder gar nicht oder schickten kurzgefasste Ablehnungsschreiben. Entgegen den Bestimmungen des Bezirksver­waltungsgesetzes entsandte die Innenbehörde auch keine fachkundige Person, wie es der Ausschuss gewünscht hatte.

Die GAL begrüßt es insofern, dass dem KGA jetzt erstmals eine Stellungnahme vorliegt, die Empfehlungen für einen Teil der Probleme enthält. Allerdings fehlt eine Lösung für den oben beschriebenen kurzen Weg von Winterhude in die Eppendorfer Landstraße. Inzwischen ist die BSU um Prüfung dieser Vorschläge gebeten worden.

Ulrike Sparr, GAL-Sprecherin im Kerngebiet, präzisiert die Forderungen ihrer Fraktion: „Die Innenbehörde ist wahrscheinlich der Meinung jetzt, wo sie den „Schwarzen Peter“ an die BSU weitergegeben hat, das Thema endlich los zu sein. Dabei hat sie längst nicht zu allen Problemen Stellung genommen. Außerdem fehlten in dem Antwortschreiben wichtige Anlagen, so dass nicht überall deutlich ist, was genau gemeint ist. Es ist jetzt unbedingt erforderlich, dass endlich eine fachkundige Person aus der Innenbehörde in den Ausschuss kommt und die vorgeschlagenen Lösungsansätze erläutert!“

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