Lohnerhöhung für Hamburgs Wachleute

Erfolg im Niedriglohnsektor: Nach den Tarifverhandlungen für das Bewachungsgewerbe in Hamburg gibt es einen Abschluss. Die Lohnerhöhungen betragen zwischen 1,7 und 17 Prozent.

Es ist eine Branche, in der Dumpinglöhne an der Tagesordnung sind: An vielen Orten sind die Bruttoverdienste noch meilenweit vom geforderten Mindestlohn entfernt. Mit der Zustimmung der Tarifkommission von ver.di liegt jetzt ein Abschluss für das Bewachungsgewerbe in Hamburg mit seinen etwa 8000 Beschäftigten vor. Die Löhne erhöhen sich in zwei Etappen, je nach Lohngruppe unterschiedlich um

o ab März 2012 1,7 bis in der Spitze 17 %,
o ab Januar 2013 weitere 1,4 bis 7 Prozent.

Einige Beispiele:

Die „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ bekommt 2012 eine Erhöhung um 2,8 und in 2013 eine weitere Anhebung um 3,8 Prozent.

Für die „Sicherheitsmitarbeiter/innen im Öffentlichen Personennahverkehr“ steigt der Lohn 2012 um 3,2, 2013 um weitere 3,1%.

Die Löhne für Fluggastkontrolleure erhöhen sich 2012 um 6,9 und 2013 um weitere 6,5 Prozent.

Die Auszubildenden erhalten durchschnittlich 3 Prozent mehr!

Der bundesweite Branchenmindestlohn in Höhe von 7,50 Euro wird auch in Hamburg verbindlich umgesetzt.

„Kein schlechtes Ergebnis, zumal einige der beinahe 20 Lohngruppen besonders kräftig angehoben wurden – in der Spitze bis zu plus 17 Prozent“, kommentiert ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme. „Der steigende Organisationsgrad in der Branche macht sich allmählich auch bei den Tarifergebnissen bemerkbar. Darauf können wir aufbauen!“

Informationen zur Entlohnung von Wachleuten auch unter:
www.initiative-mindestlohn.de/service/dumpinglohn/bewachungsgewerbe/

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