Lösung für Flaschensammler gefunden

Mehr als 57.000 Menschen unterzeichneten in den vergangenen drei Tagen, die an den Hamburger Flughafen gerichtete Petition „Pfandsammeln erlauben!“. Jetzt einigten sich Hamburg Airport und Hinz&Kunzt auf eine gemeinsame Lösung für das Flaschensammeln.

Die Erleichterung bei Hinz&Kunzt ist groß. Gemeinsam mit Hamburg Airport haben wir eine einvernehmliche Lösung für das Flaschensammeln am Flughafen gefunden. „Pfand sammeln ist für viele neben Betteln die einzige Möglichkeit, sich über Wasser zu halten“, sagt Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer. „Deswegen freue ich mich, dass jetzt alle Strafanzeigen gegen Pfandsammler zurückgezogen werden.“

Mehr als 57.000 Menschen unterzeichneten die Petition für Flaschensammler auf dem Portal Change.org. „Wir danken allen, die sich engagiert haben“, sagt Karrenbauer, der auch sozialpolitischer Sprecher des Projektes ist. „Die vielen Unterschriften haben sicherlich dazu geführt, dass wir so schnell eine vorrübergehende Lösung finden konnten und Pfandsammler nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden.“

Es wurde Folgendes vereinbart:

1. Die Strafanzeigen gegen Flaschensammler werden zurückgezogen

2. Es werden keine neuen Strafanzeigen wegen Flaschensammeln gestellt

3. Für eine Testphase von drei Monaten wird das Flaschensammeln geduldet

4. Innerhalb dieser Testphase werden an geeigneten Stellen Pfandringe bzw. Pfandregale getestet, um zu vermeiden, dass in den Mülleimern nach Pfandflaschen gesucht wird

5. Für den Bereich vor der zentralen Sicherheitskontrolle soll aufgrund der besonderen Lage ein Lösung gefunden werden, die den speziellen Sicherheitsaspekten Rechnung trägt und weiterhin reibungslose Abläufe möglich macht

6. Die Flaschensammler halten sich an die übrigen Vorgaben der Hausordnung

Hinz&Kunzt und der Flughafen begleiten gemeinsam aktiv diese Testphase. Nach Abschluss der drei Monate sollen die Erkenntnisse ausgewertet und in eine langfristige Lösung überführt werden.

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