Die sogenannte „Living Bridge“ wirft ihre Schatten voraus. Damit dieses Projekt öffentliche Akzeptanz findet, soll es vorher in möglichst breiter Öffentlichkeit diskutiert werden – sowohl live als auch im Internet-Chat.
Auftakt ist morgen, 13. November 2007, um 18:00 Uhr im Architektur-Centrum (Semperhalle, Gorch-Fock-Wall 1) mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung. Mit dabei sind unter anderem BDA-Vorsitzender Heiner Limbrock, Investor Dieter Becken nebst Architekt Hadi Teherani und Oberbaudirektor Jörn Walter.
Das mehrwöchige Diskussionsforum in Internet unter www.livingbridge.hamburg.de. startet am 14. November. LIVE CHAT gibt es an folgenden Terminen mit jeweils:
19. November mit Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter,
23. November mit Hadi Teherani, Architekt und Entwickler DIESER „Living-Bridge“
26. November mit Jürgen Bruns-Berentelg, HafenCity-Chef
13. Dezember mit Axel Gedaschko, Senator der BSU
Meiner Meinung nach verschandelt die Living Bridge mit ihrer groben Architektur das Landschafts- u. Stadtbild Hamburgs. Insbesondere die Tore sind in ihrer Kantigkeit eine Strafe fürs Auge. Ich bin dagegen,dass ein Fluss mit Wohnungen überbaut wird, eine Brücke – aber bitte filigran, kein wuchtidger Klotz – sollte genügen. Mich stören auch die durchgänig englischen Bezeichnungen für Objekte in der HafenCity und die gesichtslose Allerwelts-Architektur. Touristen wollen etwas typisch Hamburgisches erkennen und nicht einen Abklatsch schlechter seelenloser Architektur anderer Metropolen. Uns fehtl es nicht an Mut zur Moderne, sondern an Mut zur Rückbesinnung auf Tradition und Ästhetik, auch mehr Kleinteiligkeit gehört dazu – gerade in Zeiten der Globalisierung.