Als „Schlag ins Gesicht der Hamburger Lehrer und Lehrerinnen“ kritisiert Klaus Bullan die aktuell veröffentlichte Stellungnahme der Schulbehörde zum Evaluationsbericht der Firma „Mummert-Consulting“ zum Arbeitszeitmodell. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg, Klaus Bullan, kündigte deutlichen Widerstand der Betroffenen an.
Bullan: „Die Unruhe an den Schulen wächst. Die Kollegen und Kolleginnen sind nicht länger bereit, die Arbeitsüberlastung hinzunehmen. Seit zwei Jahren drängen wir die Behörde, sich endlich zu dem Evaluationsbericht zu äußern. Nun endlich traut sie sich aus der Deckung
– mit der dreisten Behauptung, das Arbeitszeitmodell habe zu keinen nennenswerten Mehrbelastungen für die Kollegen und Kolleginnen geführt. Das bedeutet: Das hoch umstrittene Arbeitszeitmodell bleibt trotz deutlicher Ergebnisse des Evaluationsberichtes unangetastet; für die Mehrarbeit bekommen die Lehrkräfte weder mehr Stunden noch mehr KollegInnen an die Seite gestellt.“
Offensichtlich haben die Rückschlüsse der internationalen Unternehmensberatung nicht ins Kalkül der Hamburger Behörde gepasst. So hat die Behördenleitung zahlreiche Empfehlungen „nach Prüfung verworfen“.
Bullan: „Wir fordern die Behörde nachdrücklich dazu auf, die Arbeitsbelastungen der Lehrerinnen und Lehrer, die durch neue Aufgaben entstehen, endlich anzuerkennen und die Arbeitszeit zu reduzieren. Gute Schule braucht Zeit für die Kinder und Jugendlichen. Lehrer, die vor Überlastung auf dem Zahnfleisch kriechen, nutzen niemandem.“
Ein ergänzendes Thema zur Schulpraxis findet sich hier: http://www.deutschland-debatte.de/2007/06/11/lehrerarbeitszeit/