An zahlreichen Hamburger Schulen fanden heute, am 22.11. um 14.00 Uhr zeitgleich Personalversammlungen zum Thema der Arbeitsbelastungen an Hamburgs Schulen statt. Im Anschluss daran finden in einigen Stadtteilen gemeinsame Aktionen statt, um auf die mangelhaften Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.
Die GEW hat gemeinsam mit ver.di eine Unterschriftenaktion an den Schulen durchgeführt. Mehr als 8.000 Mal haben Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Unterschrift dafür plädiert, die Arbeitsbelastung zu senken, älteren KollegInnen die gestrichene Altersentlastung zurückzugeben, Klassenfrequenzen und die immer mehr gestiegenen Unterrichtsstunden für alle zu senken.
Die GEW sieht sich bestärkt darin, im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen an den Schulen nicht nachzulassen, sondern im Gegenteil den Druck zu erhöhen – gerade im beginnenden Bürgerschaftswahlkampf.
Der GEW-Vorsitzende Klaus Bullan sagte auf der Personalversammlung der Gesamtschule Lohbrügge: „Der Senat verstößt gegen die Fürsorgepflicht gegenüber seinen Beschäftigten, wenn er Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zulässt, die die Kollegen krank machen, zu vorzeitigem Ruhestand zwingen und die Qualität der Arbeit an den Schulen beeinträchtigen!“
Hintergrund:
An allen Hamburger Schulen sind mit dem geänderten Personalvertretungsgesetz schulische Personalräte gewählt worden. Diese haben das Recht, wie alle anderen Dienststellen Personalversammlungen während der Dienstzeit durchzuführen.