Dass man komplizierte ökonomische Zusammenhänge auch ganz einfach erklären kann, zeigt die „Mitteldeutsche Zeitung“ in ihrem jüngsten Kommentar zur Krise der Weltwirtschaft. Ihr Fazit: „Der Problembär heißt Deutschland.“
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„Wenn die je nach Wechselkurs größte oder zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, Euroland, sich bewusst in die Rezession spart, hat es die Nummer drei, China, schwer, weiterhin über den Export zu wachsen. Und die Nummer zwei oder eins, die USA, müssen immer größere Konjunkturprogramme auflegen, damit ihre Wirtschaft und die Weltwirtschaft insgesamt nicht auch in die Rezession abgleiten. Der Problembär ist Deutschland. Die hiesige Politik folgt Ökonomen, die nur auf die Angebotsseite der Wirtschaft schauen und die Nachfrageseite komplett ausblenden. Ein Land kann sich auf Kosten der anderen aber nur dann durch Strukturreformen und Sparprogramme sanieren, wenn es klein ist. Ist es groß, was Euroland allemal ist, dann destabilisiert ein solcher Kurs die gesamte Weltwirtschaft.“ Kommentar der „Mitteldeutschen Zeitung“, heute online gestellt