Konflikt bei HAMBURG WASSER nach Entlassungen bei Tochterfirma

In einer Unterschriftenaktion fordern mehrere hundert Beschäftigte von dem städtischen Unternehmen HAMBURG WASSER, keine Beschäftigten der Tochterfirma ServCount in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, sondern sie zu übernehmen.

ServCount führte bisher Abrechnungen und Rauchmelderwartung bei dem ebenfalls städtischen Wohnungsunternehmen SAGA/GWG durch und wird zum 30. Juni geschlossen.

Bei ServCount waren 65 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt, einige mit befristeten Arbeitsverträgen, die bis zur Schließung des Betriebes auslaufen. Andere Beschäftigte erhalten bei HAMBURG WASSER einen neuen Arbeitsplatz. Für 21 Angestellte jedoch will das Unternehmen keine Perspektive anbieten und hat betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen.

„Das ist empörend“, sagt Anja Keuchel, ver.di Hamburg. „Ein gesundes und profitables öffentliches Unternehmen wie HAMBURG WASSER macht unternehmerische Fehler bei einer Tochtergesellschaft und lässt die motivierten und qualifizierten Beschäftigten im Regen stehen. Diese Menschen haben echte Perspektiven verdient.“

Die Beschäftigen von ServCount fordern von HAMBURG WASSER, sie nicht in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Gleichzeitig signalisieren sie, dass sie motiviert und engagiert bei HAMBURG WASSER oder einem ähnlichen Unternehmen arbeiten wollen.

Dazu Anja Keuchel: „Wir fordern eine gute Perspektive für die gekündigten Beschäftigten. Auch eine Beschäftigung bei anderen städtischen Unternehmen wäre ein guter Weg. Die Hansestadt Hamburg und ihre öffentlichen Unternehmen haben eine besondere soziale Verantwortung für ihre Beschäftigten. Sie einfach so auf die Straße zu setzen geht nicht.“

Die gesammelten Unterschriften werden am Donnerstag, den 28. Juni vor der Aufsichtsratssitzung von HAMBURG WASSER dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Senator Kerstan übergeben.

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