Der Betrieb des geplanten Kohlekraftwerks Moorburg würde die Atmosphäre mit jährlich 8 Millionen Tonnen CO2 belasten. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was in ganz Hamburg vom Autoverkehr verursacht wird. Die Einleitung von bis zu 30° warmen Abwasser in die Elbe droht zumindest den Einmündungsbereich der Süderelbe zum toten Gewässer zu machen.
Die Bezirksversammlung Nord hat daher der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt empfohlen, in Moorburg oder einem anderen Hamburger Stadtteil kein neues Kohlekraftwerk zu genehmigen.
Der entsprechende Antrag der GAL-Fraktion wurde mit den Stimmen von SPD und GAL verabschiedet. Die CDU stellte sich in der Debatte hinter den Antrag, hatte dann aber nicht den Mut in der Abstimmung Farbe zu bekennen.
Die umweltpolitische Sprecherin der GAL, Ulrike Sparr: „In Hamburg-Nord bemühen wir uns, den Klimaschutz beim Bau von neuen Wohngebieten bereits im Planrecht zu verankern. Wir haben außerdem dafür gesorgt, dass beim Bau des neuen Verwaltungsgebäudes am Eppendorfer Platz Klimaschutz und Energieeffizienz eine erheblich stärkere Rolle spielen als zunächst vorgesehen. Der Bau dieser Kohle-Dreckschleuder würde die klimapolitischen Anstrengungen in Hamburg-Nord ad absurdum führen.“