Die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie in Norddeutschland werden ab heute mit Warnstreiks auf die Blockadehaltung der Arbeitgeber antworten. Erste Arbeitsniederlegungen gab es schon in der Nacht auf Montag (200) und am Vormittag (600) bei Autoliv in Elmshorn. Am Mittag legten über 100 Gewerkschafter der Norddeutschen Teppichfabrik in Geesthacht die Arbeit nieder.
Die Metallerinnen und Metaller beteiligen sich damit an bundesweiten Protestaktionen der IG Metall. „Die Beschäftigten müssen vom Aufschwung profitieren. 2,2 Prozent sind deutlich zu wenig!“ ,so Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, heute in Hamburg. „Mit guter Arbeit sorgen die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie für hohe Produktivität. Der Auslandsumsatz steigt, die Lohnstückkosten sinken. Jetzt ist mehr Geld dran!“ Weitere Warnstreiks sind sowohl in der Region Elmshorn wie auch in Geesthacht, Bremen und Rhauderfehn geplant.
Während die IG Metall 5,5 Prozent höhere Entgelte fordert, blieben die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde am 25. Februar 2008 bei ihrem Angebot unterhalb des Inflationsausgleichs. Für 14 Monate wollen sie ab dem 01.03.2008 nur 2,2 Prozent höhere Einkommen zahlen. Für weitere 10 Monate soll es nur 1,8 Prozent geben. Eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent wollen sie zudem betrieblich verringern oder ganz streichen können. Die geforderte Übernahme der Ausgebildeten in unbefristete Arbeitsverhältnisse lehnen sie völlig ab.