Die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS) haben Ende 2008 das Projekt „Weiterentwicklung der Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten in Hamburg“ gestartet.
Ziel ist es, den Zugang für in Hamburg lebende Menschen aus verschiedenen Kulturen zu gesundheitlichen Selbsthilfegruppen und zur Selbsthilfeförderung zu erleichtern. „Obwohl jeder vierte Hamburger einen Migrationshintergrund hat, nutzen nur wenige Migrantinnen und Migranten diese Unterstützungsmöglichkeit“, erklärt Dr. Wolfgang Busse, Leiter KISS Hamburg. Um vorhandene sprachliche Hürden zu überwinden, bietet KISS daher zukünftig auch Beratungen in türkischer Sprache an.
Mit einer Auftaktveranstaltung am 21. Januar (ab 13 Uhr in den Räumen des PARITÄTISCHEN Hamburg) wird das Modellprojekt mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Praxis offiziell eröffnet. Unter anderem nehmen an der Veranstaltung Dr. Angelika Kempfert (Staatsrätin der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz), Dr. Wilma Simon (Vorsitzende des Verbandsrates des PARITÄTISCHEN Hamburg) und Gabriele Schippers (Referentin Selbsthilfe AOK Rheinland/Hamburg) teil.
„An diesem Tag wollen wir mit Vertretern von Migrantenorganisationen, Moscheevereinigungen und Einrichtungen zusammenkommen, um über gemeinsame Chancen der Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten zu diskutieren“, sagt die Projektkoordinatorin Serpil Klukon, „Selbsthilfe soll als Ergänzung zu ärztlicher Behandlung und zur Bewältigung von Lebenskrisen für alle Menschen in Hamburg zugänglich gemacht werden.“
Das Projekt „Weiterentwicklung der Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten in Hamburg“ läuft über drei Jahre und wird durch den PARITÄTISCHEN Hamburg und die AOK Rheinland/Hamburg gefördert. Der PARITÄTISCHE Hamburg ist Träger der Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen.