Kfz-Arbeitgeber planen Ende des Flächentarifs

Den 15.000 Beschäftigten im schleswig-holsteinischen Kfz-Handwerk drohen Einkommensverluste und schlechtere Arbeitsbedingungen. Dies befürchtet die IG Metall Küste, wenn die Arbeitgeber des Kfz-Handwerks Schleswig-Holstein am 31. Mai 2007 einen Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag beschließen und für die ganze Branche ein tarifloser Zustand eintritt.

Schon heute drohen die Arbeitgeber mit der Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. Bis zur Entscheidung der Arbeitgeber sind zahlreiche Proteste in den Betrieben geplant.

„Die Kfz-Arbeitgeber wollen sich aus ihrer Verantwortung für faire Entgelte und anständige Arbeitsbedingungen stehlen!“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, heute nach einer Sitzung der Tarifkommission für das Kfz-Handwerk Schleswig-Holstein. „Ohne Tarifverträge setzt sich eine Abwärtsspirale in Gang, die weder den Beschäftigten noch den Betrieben nutzt.“

Die Gewerkschaft forderte die Arbeitgeber auf, in der Delegiertenversammlung am 31.05.2007 für einen Verbleib als Tarifpartei zu stimmen. „Wenn der Landesverband nicht mehr als Tarifpartner zur Verfügung steht, werden wir die Tarifpolitik ausschließlich in den Betrieben führen. Der Konflikt kommt dann in die Betriebe“, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall Küste, Wolfgang Lorenz, in Neumünster. Eine neue Konstruktion einer Tarifgemeinschaft oder ähnliches wird die IG Metall als Verhandlungspartner nicht akzeptieren.

Am Mittwoch (30.05.2007) sind Aktionen und Proteste unter anderem in Flensburg, Kiel, Neumünster, Pinneberg, Trittau und Lübeck geplant, in Schleswig finden diese bereits am 29.05.2007 statt.

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