Hamburg hat einen Senator für Integration. Und Detlef Scheele kennt den Kalender der Weltreligionen: Am heutigen Dienstag endet für die Muslime in Hamburg und in der ganzen Welt die diesjährige Fastenzeit. Zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime das Fest des Fastenbrechens, das im Türkischen häufig als Zuckerfest bezeichnet wird.
Nach dem islamischen Opferfest ist das Ramadanfest das zweitgrößte Hauptfest der Muslimen. Wie bei den Christen zu Weihnachten oder zu Ostern ist es üblich, sich gegenseitig ein gesegnetes Fest zu wünschen.
„Ich wünsche allen Muslimen in Hamburg ein gesegnetes Ramadanfest“, sagt Integrationssenator Detlef Scheele und schließt sich damit den Ramadangrüßen seiner muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern an. „Seit Jahren ist der Ramadan neben Weihnachten und Ostern eins der wichtigsten religiösen Feste in Deutschland. Hamburg ist eine weltoffene und tolerante Stadt, in der Muslime ihre Traditionen bewahren und ihre religiösen Bräuche offen ausleben können. Dabei begegnen sich immer häufiger Muslime und Nichtmuslime, was mich sehr freut“, betont er. „Ich hoffe, dass diese Begegnungen auch über das Ramadanfest hinaus Bestand haben.“
Nach dem islamischen Kalender wird das Ramadanfest in den ersten drei Tagen des Folgemonats Schauwal gefeiert. Wie alle islamischen Feste wandert es rückwärts durch das Sonnenjahr – etwa 11 Tage pro Jahr. Es kann deshalb zu jeder Jahreszeit stattfinden und ist für alle islamischen Völker und Rechtsschulen verbindlich.
Den Morgen des Fastenbrecherfestes beginnen die meisten Muslime mit einem Besuch in der Moschee, um dort zu beten. Die Besonderheit besteht darin, dass der Imame seine Ansprache nach dem Gebet hält und nicht – wie beim Freitagsgebet üblich – davor. Um der Verstorbenen zu gedenken und für sie Koranverse zu lesen, gehen die meisten Muslime anschließend zum Friedhof, bevor sie ihre Verwandten und Bekannten besuchen, um mit ihnen vor allem süße Leckereien (Lokum) zu essen und sich gegenseitig zu beschenken.