Initiative Beschäftigung und Integration

Rot-Grün fördert Existenzgründungen unter Migrantinnen und Migranten

Programme zur Existenzgründung sollen für Migrantinnen und Migranten zugänglicher werden. Über einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hat gestern die Bürgerschaft beschlossen. Insbesondere Geflüchteten soll der Zugang zu Gründungs- und Mikrokrediten erleichtert werden. Dazu werden auch die Beratungsangebote innerhalb des W.I.R.-Programms ausgeweitet. Zudem werden Informationen über Fördermöglichkeiten zukünftig mehrsprachig angeboten.

Dazu Hansjörg Schmidt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Warum sollte jemand, der in seiner Heimat erfolgreich einen Betrieb geführt hat, dies nicht auch hier in Hamburg schaffen? Wir müssen ihm nur die Startchancen geben. Wir wollen mit dieser Initiative dazu einen Beitrag leisten. Nicht zu vergessen sind die positiven Nebeneffekte bei Existenzgründungen: Ein erfolgreicher Unternehmensgründer schafft in der Regel fünf Arbeitsplätze. Dieses Potenzial wollen wir auch bei den Geflüchteten heben.“

Dazu Olaf Duge, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Arbeit ist neben Wohnen und Bildung eine grundlegende Voraussetzung, um in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Existenzgründungen müssen daher insbesondere auch für Migrantinnen und Migranten möglich sein. Migrantische Ökonomie ist für jeden von uns erlebbar, ob im Handwerk, der Gastronomie, im Einzelhandel oder bei freiberuflichen Tätigkeiten. Viele bringen bereits Erfahrungen und Kenntnisse aus der Selbständigkeit mit. Dennoch brauchen sie zum Start finanzielle und beratende Unterstützung, um nicht erst nach vielen Jahren ihre Fähigkeiten am richtigen Platz einbringen zu können. Bei der Anhörung des Stadtentwicklungsausschusses am 19. Januar haben die Expertinnen und Experten die positiven Effekte der Existenzgründungen bestätigt: zusätzliche Angebote, ortsnahe Versorgung, erfolgreiche Integration und neue Arbeitsplätze.“

Hintergrund:
Die Initiative „W.I.R. – work and integration for refugees“ ist ein gemeinsames Projekt der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Agentur für Arbeit Hamburg, Jobcenter team.arbeit.hamburg und weiterer Kooperationspartner. Es unterstützt Flüchtlinge gezielt dabei, einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle in Hamburg zu finden. Vorbild für dieses Beratungsangebot ist die Jugendberufsagentur.

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