Hamburgs SPD-Chef Ingo Egloff hat die CDU aufgefordert, noch vor der Wahl am 24. Februar einen neuen Bürgermeisterkandidaten für die Union zu benennen: „Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres erklärt Ole von Beust jetzt öffentlich, dass er politikmüde ist.“ Dann, so Egloff, solle er doch gehen.
Egloff weiter: „Immer und immer wieder schwadroniert er davon, dass er sich aus der Politik verabschiedet, wenn er die Wahl verlieren sollte. Genau das aber liegt in der Luft. Ein
unmotivierter und kraftloser Politiker aber kann Hamburg auf keinen Fall zum Besseren gestalten. Auch in der eigenen Partei schwindet sein Rückhalt – die Segel gestrichen haben der langjährige Parteivorsitzende Fischer, der eigentliche Kopf seines Senats, Peiner, und nach Schill und Kusch heißt der derzeitige Rücktrittskandidat: Senator Lüdemann.
Ole von Beust ist amtsmüde und kokettiert nur noch mit seinem Ausscheiden aus der Politik, tatsächlich fehlen ihm politische Ideen und Impulse gegen die soziale Schieflage und die Bildungsprobleme in der Stadt. Auch aus der Opposition heraus könnte von Beust sich zum Wohle Hamburgs engagieren – dies aber lehnt er verdrossen ab. Die Hamburger CDU hält offenbar nur noch aus Reklamegründen an ihrem Kandidaten fest. Es wird Zeit, dass Bürgermeister Naumann das Ruder übernimmt.“
Dreimal hat Ole von Beust bereits sein Ausscheiden aus der Politik in Aussicht gestellt. „Wenn ich verliere, gehe ich aus der Politik“, sagte er im April 2007 beim Jahresempfang der Landespressekonferenz.
Zum Jahresbeginn 2008 wiederholte er diese Nachricht. Frage von SPIEGEL ONLINE: „Was machen Sie, wenn Sie am 24. Februar die Wahlen doch verlieren sollten?“ Antwort von Beusts: „Keine Politik mehr.“
An diesem Wochenende antwortete er auf die Frage des „Tagesspiegel am Sonntag“, was er mache, wenn es am Wahltag schief gehe: „Jedenfalls keine Politik mehr“. Ambitionen für Ämter in der Bundespolitik lehnte von Beust ab: Kanzler könne er niemals werden, dafür
sei er „nicht der Typ“.
Nicht wählbar hält sein Wort nicht. ( z.b. Krankenhäuser)
Das sind immerhin klare Worte!
Herr Naumann wird Hamburg bei einer Wahlniederlage aber auch nicht erhalten bleiben, schliesslich hat er in Berlin einen besseren Job.
Wer der Besere ist, entscheiden die Wähler am 24. Februar.