Industriepolitik nicht ohne die IG Metall

„Deutschlands Schicksal hängt von einer erfolgreichen Industrie ab“, sagt Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall.

Nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf der BDI-Tagung einen Sechs-Punkte-Plan zur Neuausrichtung der Industrie vorgestellt hat, fordert Wetzel eine gemeinsame Plattform, bei der die IG Metall sich mit ihrer Fachkompetenz einbringen will.

Digitalisierung, Energiewende, Ressourcenknappheit und die Investitionsschwäche der Industrie – das sind Herausforderungen, die ohne die Gewerkschaften und die Beschäftigten nicht nachhaltig bearbeitet werden können. Bei allen diesen Themen wirkt die IG Metall schon seit langem mit. Sie hat Erfahrungen, wie eine moderne, wettbewerbs- und zukunftsfähige Industrie gestaltet werden kann. „Spätestens seit Überwindung der letzten Wirtschaftskrise wissen wir: eine erfolgreiche Industrie braucht gute Arbeit und gute Mitbestimmung“, so Wetzel. Damit reagierte er auf Gabriels Sechs-Punkte-Plan, den dieser auf der Tagung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) vorgestellt hat.

Es ist kein Selbstläufer, dass die Industrie auch in Zukunft der Motor für Innovation und Wachstum bleibt. Dringend notwendig ist es, die Attraktivität der Industrie zu erhöhen und die Infrastruktur hierzulande zu stärken. Gute Arbeitsbedingungen und qualifizierte Fachkräfte leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Deshalb ist es notwendig, dass die Bundesregierung und die Arbeitgeber mehr tun in der schulischen Bildung, der Aus- und Weiterbildung, bei der Qualifizierung und guter Arbeitsbedingungen. Diese müssen weiterentwickelt werden.

Mit der Digitalisierung steht der Arbeitswelt ein enormer Umbruch bevor. Um die Chancen für eine nachhaltige Industrie zu sichern, ist die Beteiligung der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften notwendig. Dass dies gelingen kann, zeigt beispielsweise die Plattform Elektromobilität. Hier arbeiten Verbände, Bundesregierung und Gewerkschaften seit Jahren zusammen.

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