Donnerstag, 13.10.2011, 20.00 Uhr,
Literaturhaus, Schwanenwik 38
Am ersten Todestag von Hermann Scheer (1944-2010) erinnern wir uns an diesen bewundernswerten Solarpionier und Visionär mit einer Lesung aus seinem letzten Buch und Redebeiträgen von Freundinnen, Freunden und seiner Tochter, der Präsidentin der Hermann Scheer Stiftung in Berlin. Über ihre vielen Begegnungen und Diskussionen mit dem am 14.10.2010 für alle völlig überraschend gestorbenen SPD-Ausnahmepolitiker Hermann Scheer sprechen: Birgit M. Kraatz, Monika Griefahn, Dr. Jörg Kuhbier, Dr. Nina Scheer und Jutta Heinrich, die aus Scheers letztem Buch „Der energethische Imperativ“ (Antje Kunstmann Verlag) lesen wird. Im Anschluss zeigen wir ein Filmportrait über Hermann Scheer „Die Vision von der Solargesellschaft“ von Andreas Bechtold und Carl-A. Fechner (fechnerMEDIA).
Dr. Hermann Scheer wurde nur 66 Jahre alt. Er war und bleibt der einflussreichste Protagonist für erneuerbare Energien, ein überzeugender, beharrlicher Kämpfer gegen die Macht des Bestehenden. „Der energethische Imperativ“ (2010) ist das vierte große Zukunftsbuch von Hermann Scheer nach seinen bahnbrechenden Publikationen „Sonnen-Strategie“ (1993), „Solare Weltwirtschaft“ (1999) und „Energieautonomie“ (2005). Er war Mitglied des Deutschen Bundestags und Europapolitiker, Präsident der Vereinigung Eurosolar, promovierter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Präsident des Weltrats für erneuerbare Energien und Träger des alternativen Nobelpreises.
Sein letztes Buch ist „eine Streitschrift gegen einen kleinkarierten ‚Energieökonomismus’ in Energiepolitik, -wirtschaft und -wissenschaft, der die politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Chancen des Wechsels missachtet.“ (Solarmedia). Er beschreibt den Energiewechsel als ultimative Herausforderung, als energethischen Imperativ. Jedes für den umfassend angelegten und vollständigen Wechsel zu erneuerbaren Energien versäumte Jahr sei ein verlorenes, mahnte er.
„Scheer verfügt über eine Strategie und über visionäres Denken, verbunden mit einer wirtschaftlichen Basis. Er bringt viel neue Energie in die alte Politik“ (FAZ). „Scheer eröffnet Strategien, wie man den globalen Energie- und Wirtschaftskrisen entgegenwirken kann.“ (stern). Neues Denken und erst recht neues Handeln sei notwendig, „… jeder Strukturwandel stößt auf Widerstand, der nur durch Konfliktfreudigkeit überwunden werden kann. ‚Der energethische Imperativ’ ist gut lesbar und spannend – es ist die wichtigste ‚Agenda 21’, ein Buch, das Hoffnung macht und die Bedenkenträger widerlegt. Es läutet das Ende der Ausreden ein.“ (Franz Alt)
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