Hund müsste man sein……

Zwei neue Veröffentlichungen des Senats sorgen für Aufregung – eine mit Spiel- und Erlebnisplätzen für Kinder, eine mit Auslaufzonen für Hunde. Schönheitsfehler dabei: Während es für die Kinder und ihre Eltern ein Karten-Faltblatt im A-2-Format mit teilweise winziger Beschriftung gibt, erhalten Fifi und Waldi zusätzlich zur Karte noch eine 32seitige Vierfarbbroschüre im Großdruck mit detaillierten Angaben zu allen Bezirken.

„Nichts gegen die Hunde-Broschüre“, sagt die kinder- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carola Veit, „aber im Vergleich zu diesem Kinder-Faltblatt ist sie einfach unangemessen.“ Auch die Auflage der beiden Produkte wirft Fragen auf: 10.000 Stück für Kinder, 20.000 für Hundebesitzer. Veit hat eine Kleine Anfrage zum Thema gestellt (hier als PDF).

Neben der Kritik an der Form gibt es, so Veit, auch inhaltliche Fragen. So stehen 114 Hundelaufzonen nur 31 Spielplätze und 16 „Spielplätze in schöner Umgebung“ gegenüber. Und, fragt Veit süffisant nach: „Wenn es in Hamburg nur 16 Spielplätze in schöner Umgebung gibt – was plant der Senat, um dies zu ändern?“

2 Gedanken zu „Hund müsste man sein……“

  1. Ein bisschen Weltfremd schein mir die Ansicht von Carola Viet schon. Kinderspielplätze, davon gibt es in Hamburg über 750, werden überwiegend von den Kindern alleine aufgesucht, und befinden sich meistens im Wohnumfeld. Die 31 Spielplätze scheinen zu den großeren überregionalen Spielplätzen zu gehören, wo die Kinder dann mit der ganzen Familie hinfahren oder gehen.
    Wobei der Begriff „Spielplätze in schöner Umgebung“ wohl eher von Erwachsenen kommt als von Kindern und daher auch fragwürdig ist.
    Gute Spielplätze werden durch Mundpropaganda von den Kindern an den Eltern weiter gegeben.
    Wenn man Hunde von Spielplätzen und Liegewiesen fernhalten will muss man die Hundehalter schon gut informieren über die tollen Angebote in den Bezirken.

    Das ganze scheint mir schon nach Wahlkampf zu riechen, den eigentlich sollte eine familienpolitische Sprecherin gut informiert sein, wer für die Spielplätze verantwortlich ist. Und nach meinem Kenntnisstand sind die Bezirke dafür zuständig, für Bau und Unterhaltung. Diese endwidmen dann auch schon mal Spielplätze, wenn durch Vandalismus ein unverhältnismäßiger Aufwand nötig ist um einen Spielplatz sicher zu machen.

    Und wenn man 114 Hundeauslaufflächen den 750 Spielplätzen und den nicht gezählten Liegewiesen gegenüberstellt, muss man schon fragen für welche Fläche muss ich am meisten Werbung machen.
    Ich würde sogar soweit gehen und jeden Hundehalter diese Broschüre und Faltblatt zuzuschicken, dann kann sich keiner mehr rausreden das hab ich nicht gewusst .

  2. Wenn man sich mit der Gesetzeslage beschäftigt, dann fragt man sich, wie man eine als Liegefläche genutzte Rasenfläche in einer Grünanlage erkennt. Gibt es da irgendeine Richtlinie? Sind diese Liegeflächen irgendwo fest ausgeschrieben oder zählt der Moment, wenn dort Mitmenschen liegen oder sind dies generell größere Flächen, die von der Sonne schön beschienen werden, und so ggf. das ganze Jahr als Liegewiese zu bezeichnen sind?

    Wer kann das aufklären?

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