HSH Nordbank: Protest gegen Personalabbau

Die Auflagen der Brüsseler EU-Kommission im Beihilfeverfahren zur HSH Nordbank bestrafen die Arbeitnehmer, meint die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). 1200 der derzeit 3313 Beschäftigten sind nach den Vorgaben der EU-Aufseher bis 2014 abzubauen.

Für die Rettung der HSH Nordbank haben sich die Unterhändler der EU-Kommission und die Vertreter der Länder auf einen Pakt geeinigt, der 30 Prozent der Belegschaft der HSH Nordbank den Job kosten wird. 1200 von den derzeit 3313 Beschäftigten sind nach den Vorgaben der EU bis 2014 abzubauen. Der Kompromiss der Politik rettet das Unternehmen und die Investitionen der Eigentümer auf dem Rücken der Belegschaft, so ver.di: „Dieser Kompromiss, dem der Vorstand und der Aufsichtsrat haben zustimmen müssen, um eine Rückabwicklung der Garantien der Länder und damit das sichere Aus der HSH Nordbank abzuwenden, ist eine Zumutung für die Beschäftigten“, so Berthold Bose, Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen bei ver.di-Hamburg. “ Hier wird von Beamten aus Brüssel entschieden, dass die Kolleginnen und Kol-legen den Job verlieren, obwohl ein alternatives tragfähiges Modell, das die Eigentümer unterstützten, vorlag.“ Es wird mit zweierlei Maß gemessen, so Bose weiter. Andere EU-Länder und auch Banken hätten in vergleichbaren Fällen wesentlich mehr Entgegenkommen erhalten. „Wir erwarten nun vom Vorstand der Bank unverzügliche und detaillierte Informationen über die Umstrukturierungspläne und Verhandlungen über einen Sozialplan, der den Namen auch zu Recht trägt,“ fordert Bose. „Hier ist jetzt die Politik in Hamburg und Kiel gefordert, damit die Kolleginnen und Kollegen schnell einen neuen Job finden. Das bedeutet Qualifizierungspläne, Unterstützung bei der Vermittlung, die über das Angebot der Bundesagentur hinausgeht.“

Bis zum 31. März 2011 war Dirk Jens Nonnenmacher als Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank tätig. Künftig soll sich die Bank auf mittelständische Kunden und Geschäfte in der Region konzentrieren.

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