Hotel Mama – vom Gesetzgeber erzwungen?

Im Sozialgesetzbuch (SGB) II werden Jungerwachsene zwischen 18 und 25 Jahren anders behandelt als erwachsene Leistungsberechtigte. So sollen sie z. B. grundsätzlich bei ihren Eltern wohnen bleiben – mit welchen Folgen? Das wird am Dienstag in der Veranstaltungsreihe „Hamburg! Gerechte Stadt“ der Diakonie diskutiert.

Der Umzug in eine eigene Wohnung ist bei den Betroffenen dieser Regelung eine Ausnahme, die begründet werden muss. Bei Fehlverhalten werden Menschen unter 25 Jahren härter von Sanktionen des Jobcenters getroffen. So kann es in der persönlichen Entwicklung der jungen Erwachsenen zu erheblichen Behinderungen kommen.

Hotel Mama – vom Gesetzgeber erzwungen?

Die Situation von unter 25-Jährigen im SGB II

Dienstag, 8. Mai 2012 von 17:30 – 19:30 Uhr

Kulturhaus III&70 im Saal, Schulterblatt 73

In der Veranstaltung wird diskutiert:

Welche Auswirkungen hat das Verbleiben der Jungerwachsenen bei den Eltern auf seine Entwicklung und auf die Familie?
Warum behandelt das Jobcenter die Jungerwachsenen einerseits als Kinder und anderseits belegt es sie mit härteren Sanktionen als Erwachsene?
Warum gibt es überhaupt für Jungerwachsene andere Regelungen? Welche Beweggründe hatte der Gesetzgeber für diese Regelungen? Sind sie als Sparmaßnahmen oder als ein pädagogisches Anreizsystem zu verstehen?
Wie sieht die Praxis in Hamburg aus? Welche Möglichkeiten hat das Jobcenter, Jungerwachsenen in schwierigen Lebensverhältnissen den Auszug zu ermöglichen?
Welche Möglichkeiten hat die Soziale Arbeit, die ALG II Berechtigten zu unterstützen?

Impulsreferat: Prof. i.R. Dr. Albert Krölls

(Herr Dr. Krölls war Dozent an der Evangelische Hochschule für soziale Arbeit und Diakonie in Hamburg)

Es diskutieren:

Prof. i.R. Dr. Albert Krölls
Kazim Abaci, Mitglied der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft
Christine Tenbrink, HUDE Beratung für wohnungslose junge Menschen in Hamburg-Nord
Bastian Glöckner, Leiter Jobcenter St. Pauli und Altstadt
Moderation: Burkhard Plemper

Veranstaltungsreihe „Hamburg! Gerechte Stadt“

Die Veranstaltungsreihe „Hamburg! Gerechte Stadt“ greift soziale Probleme auf, die vielen Hamburgern das Leben schwer machen. Angesichts sozialer Not und empfundener Ungerechtigkeiten gehen die Veranstaltungen der Frage nach: Was muss getan werden, damit Hamburg eine gerechte Stadt wird?

Veranstalter der Reihe „Hamburg! Gerechte Stadt“ sind:

Diakonisches Werk Hamburg, Diakonisches Werk Hamburg-West/Südholstein,

Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Hinz & Kunzt – das Hamburger Straßenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.