Höherer Kulturetat gefordert

Betriebs- und Personalräte fordern im kommenden Hamburger Doppelhaushalt eine deutliche Aufstockung des Kulturetats. Der Hamburger Senat beginnt heute seine Haushaltsklausur.

Nicht nur für die Elbphilharmonie seien zusätzliche Mittel nötig, stellen die Unterzeichner_innen aus städtischen und privaten Theatern, Bücherhallen und städtischen Museen fest. Die Rahmenbedingungen für die Kultureinrichtungen würden sich seit Jahren stetig verschlechtern. Darunter litten Besucher und Nutzer.

Kritisiert werden Folgen wie Arbeitsplatzabbau, starke Arbeitsverdichtung und in Teilen sehr niedriges Lohnniveau. Gefordert wird der volle Ausgleich von Tarifsteigerungen durch Zuwendungen der Kulturbehörde. Dies sei für personalintensive Betriebe wie Theater dringend erforderlich. Einrichtungen wie die Staatsoper und großen Bühnen, Bücherhallen und Museen seien nicht in der Lage, die strukturellen Defizite, die durch fehlenden Tarifausgleich entstünden, zu erwirtschaften. Tarifrechte für Kulturschaffende z.B. auf Kampnagel und höhere Zuwendungen für private Theater müssten gewährt werden. Unterstützt werden die Betriebs- und Personalräte von der Gewerkschaft ver.di, die zudem größere Unterstützung für Stadtteilkulturzentren und freie Kunst- und Kulturschaffende sowie Filmschaffende fordert.

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