Die GAL veröffentlicht die Baumfälllisten des Bezirks Nord auf ihrer Homepage: Damit hat jede/r die Möglichkeit, zu prüfen, ob Fällaktionen rechtens sind, oder illegal.
Das allwinterliche Kreischen der Kettensägen an unseren Park- und Straßenbäumen alarmiert immer wieder Bürgerinnen und Bürger die wissen wollen, ob überhaupt und warum es nötig sein soll, diesen oder jenen Baum zu fällen. Besonders viele solcher Anfragen laufen im Büro der GAL auf.
Die GAL hält diese Wachsamkeit durchaus für angebracht. Zumal die Informationen darüber, welche Bäume und Sträucher gefällt werden sollen, zwar den Mitgliedern der Ortsausschüsse zur Verfügung gestellt werden aber ansonsten unveröffentlicht bleiben.
Um diese Informationslücke zu schließen, hat die GAL Nord jetzt die Fälllisten des Bezirks Nord für den Winter 2007/2008 auf ihrer Homepage veröffentlicht.
Unter www.galnord.de/35615.0.html können alle Interessierten nachlesen, warum welche Bäume und Sträucher in den Straßen und Grünanlagen in ihrer Nähe gefällt werden und wie sie ersetzt werden sollen.
Allein an den Straßen des Bezirks Nord ist geplant, in diesem Winter mehr als 100 Bäume zu fällen. Meist sind sie nicht mehr standsicher, von Pilzen befallen oder so gut wie abgestorben. Auch wenn der Bezirk jetzt wieder in der Lage ist, den Verlust durch Neuanpflanzungen weitgehend auszugleichen, so bedeutet doch jede Fällung erst einmal einen Schaden für die Natur in der Stadt. Schließlich dauert es viele Jahre, bis ein Baum wieder die Größe und Schönheit seines Vorgängers erreicht und auch die entsprechenden Mengen an Schadstoffen – allem voran CO2 und Staub – filtern kann.
Die Sprecherin im Kerngebietsausschuss, Ulrike Sparr, weist noch auf ein anderes Problem hin: „Wir halten es für fragwürdig, dass die Gartenbauabteilung zunehmend dazu übergeht, aus Geldmangel auf den Pflanzinseln an Straßen und Gehwegen das Gebüsch zu entfernen und Rasen anzusäen. Damit verlieren Kleintiere wie Vögel und Insekten Lebensraum. Es besteht auch die Gefahr, dass diese Flächen durch das Abstellen von Autos und Unrat ihren Charakter als grüne Inseln völlig verlieren.“