Am Donnerstag, den 16. April, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) alle Beschäftigten der Hamburger Kitas und Sozialeinrichtungen, die Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband (AVH) sind, erneut zum eintägigen Warnstreik auf.
Die Streikenden werden morgens gemeinsam mit Bussen von Hamburg nach Hannover fahren. Dort findet zeitgleich die vierte Tarifverhandlung mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) statt.
ver.di fordert bundesweit für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes eine grundsätzliche Aufwertung ihrer Berufe durch eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale im Tarifvertrag. Die Forderungen beinhalten eine durchschnittliche Einkommensverbesserung von 10 Prozent. Indirekt würden auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern profitieren, da sich diese Einrichtungen häufig am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes orientieren.
Auch in der letzten Tarifverhandlung am 09. April legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. „Noch immer gibt es keine Einsicht bei den Arbeitgebern, den Sozial- und Erziehungsdienst aufzuwerten“, sagt Sigrid Ebel von ver.di Hamburg. „Nach wie vor gilt in Deutschland: Wer mit Metall arbeitet erhält mehr, als jemand der mit Menschen zu tun hat- das muss sich endlich ändern! Jetzt fahren wir direkt zu den Verhandlungen, um lautstark für unsere Forderungen zu demonstrieren.“
Betroffen von dem Warnstreik sind die Kitas der Elbkinder, des Studierendenwerkes, des Arbeiter Samariterbundes, der Rudolf – Ballin – Stiftung und des Hamburger Schulvereins von 1875. In den Sozialeinrichtungen werden u.a. die Beschäftigten der ELBE-Werkstätten, des Lebenshilfewerkes Hamburg und von fördern & wohnen zum Arbeitskampf aufgerufen.