Heute Warnstreik im UKE

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft heute alle Beschäftigten der KFE/KME (Klinik Facility Eppendorf/ Klinik Medizintechnik Eppendorf) ab 10.00 Uhr zu einem spontanen Warnstreik auf. Hintergrund ist, dass die Geschäftsführung der UKE-Tochter sich als einziges Unternehmen am UKE weigert, einen Tarifvertrag abzuschließen.

Schon seit Jahren sind große Teile der patientenfernen Tätigkeiten im Universitätsklinikum Hamburg – Eppendorf (UKE) in sogenannte Servicegesellschaften ausgegliedert, an denen das UKE mehrheitlich beteiligt ist.
Die KFE/KME ist am UKE für die Bauunterhaltung und Medizintechnik zuständig. Es ist die einzige Gesellschaft, bei der es keinen Tarifvertrag gibt, obwohl der Vorstand des UKE in einer Grundsatzerklärung vom Februar 2004* die Absicherung durch Tarifverträge für alle Beschäftigten der Servicegesellschaften zugesichert hat.
Konkret bedeutet das für die 220 Beschäftigten, dass tarifliche Leistungen wie Weihnachtsgeld, Tariferhöhungen und branchenübliche Löhne für die Mehrheit der Belegschaft nicht gelten.

„Ein Skandal, der sich gewaschen hat“, sagt Björn Krings von ver.di Hamburg. „Bei der KFE/KME werden satte Gewinne abgeschöpft und trotz Zusage des UKE-Vorstandes wird den Kolleginnen und Kollegen ein Tarifvertrag verweigert. Das ist Wortbruch!“

„Als Mehrheitsteilhaber sehe ich das UKE in der Pflicht, endlich Flagge zu zeigen und Wort zu halten“, ergänzt Gerd Dammann, Betriebsratsvorsitzender der KFE/KME.

Sollte die Geschäftsführung bei ihrer Verweigerungshaltung bleiben, hat die ver.di Tarifkommission der KFE/KME weitere Warnstreiks beschlossen.

* „Aus Gründen der Rechtssicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der auszugründenden Tochtergesellschaften erfolgt grundsätzlich eine Tarifbindung der Tochtergesellschaften, die mit der AHV oder einem anderen Arbeitgeberverband hergestellt wird.“ Grundsatzerklärung des Vorstandes des Universitätsklinikums Hamburg – Eppendorf für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des UKE, die von Ausgründung betroffen sind, Februar 2004

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