Heute live: Ortsumgehung Finkenwerder

Das Dauerthema „Ortsumgehung Finkenwerder“ beschäftigt heute ab 17 Uhr den Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft, der öffentlich im Rathaus tagt. Wir erinnern uns: Manche wollen eine ortsnahe Umgehung Finkenwerders, andere eine Autobahn A 26 mit Anschlüssen östlich und westlich Finkenwerders, und der Senat will gleich beides. Lesen Sie die GAL zum Thema.

Die Erklärung der GAL:

Aus Anlass der heutigen Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss kritisiert die GAL-Bürgerschaftsfraktion, dass die Ortsumgehung Finkenwerder am Senat zu scheitern droht.

Der Senat will gleichzeitig die Ortsumgehung Finkenwerder und die A 26 durchsetzen. Damit macht er die Stadt von der Zustimmung der betroffenen Obstbauern abhängig. Heute ist absehbar, dass die dafür geführten „Güteverhandlungen“ von Senat und Obstbauern nicht mehr vor den Wahlen abgeschlossen werden.

Zudem sind die bisher aus den „Güteverhandlungen“ bekannt gewordenen Regelungen zum ökologischen Ausgleich beider Eingriffe wahrscheinlich nicht gerichtsfest. Wenn die Einigung mit den Obstbauern nicht zu Stande kommt oder vor Gericht scheitert, ist weder die Ortsumgehung noch die A 26 möglich.

„Die gleichzeitige Durchsetzung beider Trassen ist weder ökologisch vertretbar, noch für die Obstbauern gut. Der Raum verträgt nur eine Trasse, nämlich die Ortsumgehung Finkenwerder“ erklärt der verkehrspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Jörg Lühmann.

Die A 26 greift stark in die Kulturlandschaft des Obstbaugebiets ein. Die geplante Ortsumgehung hat der Senat bis auf zehn Meter an das Südufer der alten Süderelbe und im weiteren Verlauf in den Sockel des Schlickhügels verschoben. „Damit ist die vom Senat vorgestellte Trasse ökologisch besonders schlecht, technisch besonders aufwändig und daher übermäßig teuer“ kritisiert Lühmann die zur Abstimmung gestellte Trasse. „Hamburg kann kein Interesse an der Zersiedelungsautobahn A 26 haben, muss aber schnell den Ortskern Finkenwerders mit einer gerichtsfesten Ortsumgehung entlasten.“

Der Spitzenkandidat der GAL im Wahlkreis 2, Michael Osterburg, fordert daher: „Wir wollen unter diesen Umständen lieber eine gerichtsfeste Bezirkstrasse, als ein unsichere und ökologisch unvertretbare Südtrasse! Ich will eine schnelle Entlastung des Finkenwerder Zentrums!“

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