Helgoland: Hotel für Windkrafttechniker

Die Pachtverträge sind unter Dach und Fach: Helgoland wird Offshore-Servicehafen -das Luxushotel Atoll steht ab 2013 für Touristen nicht mehr zur Verfügung. Es wurde für zehn Jahre ausgebucht als Quartier für Arbeiter, Techniker und Gäste der neuen Windkraftanlagen.
Mit der offiziellen Unterzeichnung der ersten Pachtverträge über rund 7000 Quadratmeter Gewerbeflächen haben die Gemeinde Helgoland und die Windenergie-Unternehmen „WindMW“ sowie E.ON einen ersten Schritt in Richtung eines Offshore-Servicehafens auf der Insel getan. Ein weiterer Vertragsab-schluss mit RWE Innogy steht unmittelbar bevor. Zwischen 2012 und 2015 werden in der Nordsee vor Helgoland insgesamt drei Offshore-Windparks entstehen, deren Versorgung und Wartung von Helgoland aus erfolgen soll. „WindMW“ plant die Offshore Windparks Meerwind Süd und Meerwind Ost, die 23 Kilometer nördlich der Insel mit insgesamt 80 Windenergieanlagen errichtet werden. E.ON plant den Windpark „Amrumbank West“ rund 35 Kilometer nördlich von Helgoland mit ebenfalls 80 Windturbinen und RWE den Windpark Nordsee-Ost mit 48 Windturbinen. Das Investitionsvolumen allein auf Helgo-land beläuft sich auf rund 30 Millionen Euro.

RWE will von Helgoland aus in den kommenden 20 Jahren den Offshore-
Windpark „Nordsee Ost“ rund 30 Kilometer nördlich der Insel warten und betreiben.
Bereits Ende 2011 hatte RWE Innogy sich die Nutzung von Flächen im Binnenhafen sowie einer benachbarten Kaikante gesichert. Bis zur Fertigstellung der eigentlichen Servicestation im Südhafen sollen diese Flächen auch schon während des Baus von „Nordsee Ost“ als Interimsstandort dienen. Die Errichtung zwei neuer Gebäude auf Helgoland als Unterkunft für rund 30 Monteure hat das Unternehmen bereits in Auftrag geben. Der Bau des Windparks Nordsee Ost mit insgesamt 48 Windturbinen soll in diesem Sommer von Bremerhaven aus beginnen und 2013 abgeschlossen sein.

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer: „Von diesem größten Investitionsvorhaben der Insel Helgoland seit der Wiederaufbauphase erhoffen sich die Hel-goländer über 150 neue Arbeitsplätze, die Entwicklung neuer Wohnräume und eine Be-lebung der Insel-Wirtschaft. Mit den drei Standbeinen Tourismus, Forschung und Offsho-re sind wir auf dem besten Weg, Helgoland für die kommenden Generationen in einen vitalen und hochattraktiven Lebensraum in der Nordsee zu entwickeln.“

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