Fast wäre Deutschlands größte Reederei an einen Konkurrenten aus Singapur gegangen – jetzt könnte Hapag-Lloyd ganz in Hamburger Besitz kommen: Berichten zufolge steht der Hauptbesitzer, das Konsortium Albert Ballin, vor der Übernahme von weiteren 33,3 Prozent. Der Senat gehört zu den Anteilseignern.
ver.di-Landeschef Wolfgang Rose begrüßt die Entwicklung: „Das wäre eine gute Nachricht für Hapag-Lloyd und seine etwa 2.5000 Beschäftigten an Land und auf See, aber auch für Hamburg und seinen Hafen. Wenn Deutschlands größte Reederei an den Standort Hamburg gebunden werden kann, dann ist das auch ein starker Impuls in die Hamburger Wirtschaft und ihre Herzkammer, den Hafen. Wir begrüßen es, wenn auch der Senat seinen Teil dazu beiträgt, dass das Transportgeschäft hier und nicht anderswo abgewickelt wird.
Hapag Lloyd ist ein Schlüsselunternehmen der maritimen Wirtschaft in Deutschland. Wir erinnern uns nur zu schlecht daran, wie die Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur ihre Finger nach diesem Leistungsträger der Logistik ausgestreckt haben. Es waren und sind die Arbeitnehmer, die das Unternehmen durch Krisen und zu weltweitem Erfolg gebracht haben. Jetzt können Arbeitsplatzverlust, Lohndumping und für Hamburg riskante Manöver dauerhaft verhindert werden.
Ganz Hamburg stand und steht hinter Hapag-Lloyd, von Helmut Schmidt und vielen Bürgern über die Gewerkschaften, Unternehmen, Parteien und Kirchen bis zum Senat. Diese Einigkeit hat verhindert, dass Hamburg ärmer geworden ist.“