Erfolgreicher Empfang der Bürgerschaftsfraktion: Einigkeit im Grundsatz, Diskussionen über aktuelle Fragen. Im Fokus vor allem die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher.
Rund 80 Betriebsrätinnen und Betriebsräte, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren am gestrigen Dienstag Einladung der SPD-Bürgerschaftsfraktion und ihres Gewerkschaftskoordinators Wolfgang Rose ins Hamburger Rathaus gefolgt.
Mit dieser Einladung wollte die SPD-Fraktion, wie Fraktionschef Andreas Dressel und Wolfgang Rose betonten, vor allem ihre große Wertschätzung für den engagierte Arbeit der Betriebsräte zum Audruck bringen: Ihre Arbeit sei für die Durchsetzung von sozialer Gerechtigkeit, guter Arbeit und wirtschaftlich vernünftiger Verteilung genauso unschätzbar wertvoll, wie für die Demokratie insgesamt.
In der anschließenden Diskussionsrunde unter Leitung von Wolfgang Rose mit E.ON-Hanse-Betriebsratschef Thies Hansen, Elbkinder-Betriebsratschefin Marina Jachenholz, Mitarbeiter-Vertreterin bei der Evangelischen Stiftung Alsterdorf Claudia Williams, IG BCE-Bezirksleiter Jan Eulen, SPD-Fraktionskollege Jens Schwieger und Sozialsenator Detlev Scheele wurden diverse grundsätzliche und aktuelle Aspekte der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit angesprochen.
Dabei herrschte in den grundsätzlichen Fragen der gesellschaftspolitischen Ausrichtung, wie z.B. Arbeitnehmerrechte, Wirtschaftsdemokratie, Mindestlöhne und gute geregelte Arbeitsbedingungen große Übereinstimmung zwischen SPD, Gewerkschaftern und Betriebsräten. Kontrovers wurde es jedoch auch, und zwar vor allem bei aktuellen Konflikt um die Personalausstattunhg der Kitas mit Erzieherinnen und Erziehern. Während Betriebsrätin Jachenholz die Forderungen von Kitas, Erzieher/innen und Eltern nach mehr Personal und besseren Versorgungsschlüsseln bekräftigte, betonte Sozialsenator Detlev die großen Verbesserungen die Kitas durch den Ausbau der Plätze und die Gebührenfreiheit, die jedoch solch große Ausgabenzuwächse zur Folge hätten, dass zumindest aktuell keine großen finanziellen Spielräume für sofortige Verbesserungen bei der Personalbemessung vorhanden wären.
