Hamburger Krimi-LeseFrühstück mit Carmen Korn, Regula Venske, Gunter Gerlach
Samstag, 08.09.07, 11.00 Uhr
Literaturhauscafé, Schwanenwik 38
Im Nautilus-Verlag erscheint seit 2006 die Kurzkrimireihe „Kaliber.64“, herausgegeben wird sie von Volker Albers. „…absolut konzentriert und gerade deshalb so gut.“ (Reinhard Jahn, Bochumer Krimi-Archiv & Syndikat). Renommierte, preisgekrönte AutorInnen verdichten ihre Krimikunst auf exakt 64 Seiten, ein Reglement, das manch einen Autor ins Schwitzen bringt. Zum Frühstück am 08.09. wird Carmen Korn aus „Der Fall der Engel“ lesen. Kurz nacheinander stürzen zwei Frauen, beide Anfang 40, aus dem Fenster. Ein Abschiedsbrief wird gefunden, offiziell besteht an Selbstmord kein Zweifel. Kommissar Lüttich jedoch wird stutzig und spürt die beklemmenden Hintergründe auf. Merkwürdig: beide Frauen hatten sich für ihren letzten Weg auffallend gut gekleidet und grell geschminkt. Regula Venske liest aus „Mord im Lustspielhaus“. Im Hamburger Alma Hoppes Lustspielhaus nimmt eine deutsch-deutsche Geschichte ihren tödlichen Lauf. Lutz Anklam, ein ostdeutscher Kabarettist, plant einen ganz besonderen Auftritt. Alle ehemaligen politischen Mitstreiter hat er dazu eingeladen. Auch seine alte Liebe, eine Schauspielerin, die ihn damals an die Stasi verraten hatte, ist unter ihnen. Sie ist nicht die Einzige, die von Anklam etwas zu befürchten hat. Gunter Gerlach liest aus „Engel in Esslingen“. Zwei Kriminelle machen sich auf den Weg zum nächsten Coup. Schon unterwegs im Zug werden sie selbst bestohlen. Und kaum angekommen, finden sie ihren Partner ermordet. Die Wohnung, in der sie abtauchen, wird aufgebrochen und ausgeraubt. Als Maria auftaucht, wendet sich das Blatt.
Carmen Korn arbeitete als Redakteurin beim Stern, bevor 1989 ihr erster Roman „Thea und Nat“ erschien, der fürs ZDF verfilmt wurde. Seitdem zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Erzählungen und Romane. Für „Der Tod in Harvestehude“ wurde sie 1999 mit dem „Marlowe“ der Raymond-Chandler-Gesellschaft ausgezeichnet. Für ihre Kurzgeschichte „Unter Partisanen“ erhielt sie 2004 den „Glauser“ (Krimipreis der Autoren).
Regula Venske wurde für ihre Romane und Erzählungen u.a. mit dem Oldenburger Jugendbuchpreis und dem Lessing-Stipendium des Hamburger Senats ausgezeichnet. 1996 erhielt sie für „Rent a Russian“ den Deutschen Krimipreis. Zuletzt erschien ihr Roman „Marthes Vision“. Regula Venske ist Mitglied im „Syndikat“ (Verband deutschsprachiger Krimiautoren) und im P.E.N.
Gunter Gerlach ist unter den deutschsprachigen Krimiautoren unbestritten der Meister der Groteske. Bis heute veröffentlichte er 14 Romane (zuletzt „Ich weiß“), wofür er zahlreiche Preise erhielt (u.a. den „MDR-Literaturpreis“, den „Friedrich-Glauser-Preis“ für Kurzgeschichten und den „Esslinger Bahnwärter“).
Eintritt: Euro 15,- /Mitglieder zahlen Euro 12,-
(inkl. kleines Frühstück + Programm).
Rechtzeitige Anmeldung erforderlich unter:
fon 227 92 03 oder 207 69 037
oder Mailto: lit@lit-hamburg.de