Hamburger Arbeit wird neu aufgestellt

Das Sanierungskonzept liegt vor: Aufgrund hoher Verluste und veränderter Rahmenbedingungen hat eine Lenkungsgruppe der Behörde für Arbeit, Soziales Familie und Integration (BASFI) in Sanierungskonzept für die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft erarbeitet.

Die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft mbH (HAB) befindet sich durch veränderte Rahmenbedingungen in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Da das Unternehmen in der bisherigen Größe ökonomisch nicht weiter bestehen kann, muss es auf Kernbereiche reduziert werden. Aufgrund hoher Verluste und veränderter Rahmenbedingungen hat eine Lenkungsgruppe der Behörde für Arbeit, Soziales Familie und Integration (BASFI) unter dem Vorsitz von Staatsrat Jan Pörksen im Februar 2012 ein Sanierungskonzept für die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft erarbeitet. Auf dieser Grundlage haben Geschäftsführung und Betriebsrat bis Ende Mai 2012 Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geführt. Der Aufsichtsrat der HAB hat am 7. Juni 2012 dem Sanierungsprogramm zugestimmt. Der Senat hat entsprechende finanzielle Hilfen zugesagt.

Im Zuge der Sanierung wird die Beschäftigtenzahl der HAB gesenkt. Nach der Sanierung wird die HAB ab Januar 2013 als zentralen Aufgabenbereich das Teilprogramm „40 flankierende SozialbetreuerInnen“ fortführen und sich weiterhin an Angeboten zur Schuldnerberatung beteiligen. Mit dem Programm sollen arbeitsmarktferne Arbeitslose mit Vermittlungsproblemen wieder an den allgemeinen Arbeitsmarkt herangeführt werden. So genannte Ein-Euro-Jobs wird die HAB nur noch bis Ende dieses Jahres anbieten.

„Damit sind schmerzliche Eingriffe und Belastungen für die Belegschaft verbunden“, sagt Staatsrat Jan Pörksen. „Ich bin froh und dankbar, dass es den Beteiligten gelungen ist, einen sozial abgefederten Abbauprozess zu vereinbaren, in dem neben vorzeitigem Renteneintritt, Arbeitnehmerüberlassung und Auflösungsvereinbarungen insbesondere das Ziel im Vordergrund steht, berufliche Anschlussperspektiven zu eröffnen.“

Mit der sozialverträglichen Umorganisation des Personals soll eine Transfergesellschaft beauftragt werden, die Qualifizierungen und Vermittlungen anbietet. Darüber hinaus wurden Abfindungsregelungen vereinbart

Für die Sanierung werden voraussichtlich bis zu 7 Millionen Euro benötigt. Da die HAB über keine eigenen finanziellen Mittel verfügt, sind zur teilweisen Refinanzierung Erlöse aus dem Verkauf oder Umnutzungen von städtischen Grundstücken und Gebäuden der HAB vorgesehen.

Hintergrundinformationen

Die Hamburger Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH (HAB) ist ein städtisches Unternehmen, das seit 1983 als führender arbeitsmarktpolitischer Dienstleister der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) agiert. Mit der Reform der Sozialhilfe hat sich die Geschäftsgrundlage der HAB drastisch verändert. Zahlreiche wichtige Geschäftsfelder sind in den darauffolgenden Jahren weggefallen, zudem ist der Umsatz auf etwa ein Viertel zurückgegangen. Aufgrund hoher Verluste und veränderter Rahmenbedingungen hat eine Lenkungsgruppe der Behörde für Arbeit, Soziales Familie und Integration (BASFI) unter dem Vorsitz von Staatsrat Jan Pörksen im Februar 2012 ein Sanierungskonzept für die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft erarbeitet. Auf dieser Grundlage haben Geschäftsführung und Betriebsrat bis Ende Mai 2012 Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geführt.

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