Hamburg trauert um Siegfried Lenz

Betroffen hat der Hamburger Senat auf den Tod des Schriftstellers und Hamburger Ehrenbürgers Siegfried Lenz reagiert. Lenz war am Dienstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Erster Bürgermeister Olaf Scholz:

„Hamburg trauert um den Ehrenbürger Siegfried Lenz, den aufmerksamen Beobachter, den großen Erzähler, den über die Grenzen Deutschlands hinaus hoch angesehenen Schriftsteller.
In seinem literarischen Werk hat Siegfried Lenz menschliche Schicksale immer wieder mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen verknüpft. Auch damit hat er das Bild Hamburgs und der Bundesrepublik Deutschland in der Welt geprägt. Die „Deutschstunde“ gehört für mich zu den wichtigsten Büchern, die ich gelesen habe. In „Leute von Hamburg“ hat er den Bürgerinnen und Bürgern seiner Heimatstadt freundlich-ironisch einen Spiegel vorgehalten.

Hamburg hat nicht nur einen Ehrenbürger verloren, sondern auch einen bedeutenden, geschätzten Schriftsteller und eine beeindruckende Persönlichkeit. Hamburg hält inne. Der Senat sowie die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt werden sich mit Hochachtung und Dankbarkeit an Siegfried Lenz erinnern.“

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler:

„Die literarische Welt ist um einen der prägendsten Schriftsteller deutscher Sprache ärmer geworden und Hamburg hat einen großen Ehrenbürger verloren. Die Werke von Siegfried Lenz haben die Zeitgeschichte Deutschlands eindrücklich und einfühlsam in Worte gefasst und insbesondere der Nachkriegsgeneration eine Stimme gegeben. Mit dem im November diesen Jahres von der Siegfried Lenz Stiftung erstmals im Hamburger Rathaus vergebenen Siegfried Lenz Preis wird sein Wirken für Freiheit und internationaler Verständigung lebendig gehalten.“

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