Rot-Grün reduziert befristete Beschäftigung
Für die Behörden und städtischen Unternehmen sollen befristete Arbeitsverhältnisse zukünftig die absolute Ausnahme sein. Befristungen ohne Sachgrund sollen nach einem halben Jahr entweder mit einem Sachgrund versehen oder entfristet werden. Auf Antrag von Rot-Grün beschließt darüber heute die Bürgerschaft im Rahmen des Leitbildes „Gute Arbeit“ (siehe Anlage). Auch die Zuwendungsempfänger sollen veranlasst werden, diese Grundsätze anzuwenden.
Dazu Wolfgang Rose, Koordinator für Gewerkschaftskontakte in der SPD-Fraktion: „Hamburg wird damit ein weiteres Mal bundesweit vorangehen und eine Vorreiterrolle für ‚Gute Arbeit‘ einnehmen. Und dies übrigens nicht nur im Interesse der Beschäftigten, sondern auch der Unternehmen und des Standortes Hamburg insgesamt. Denn attraktive Arbeitsbedingungen und gute Lebensperspektiven vor allem für junge Familien sind ein entscheidender Vorteil, wenn es darum geht, Fachkräfte für die Arbeit und das Leben in Hamburg zu gewinnen. Mit diesem Antrag setzen wir auch eine zentrale Forderung der Gewerkschaften um.“
Dazu Antje Möller, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir wollen keine Arbeitsverträge mit Verfallsdatum, sondern die Regeln so gestalten, dass Arbeitsverträge im Einflussbereich der Stadt fair und verlässlich sind. Besonders unbegründete Befristungen – so genannte sachgrundlose Befristungen – müssen schnell beendet werden, denn sie schaffen viel Unsicherheit. Von den im Antrag formulierten Verbesserungen profitieren vor allem junge Menschen die in das Berufsleben einsteigen und Frauen. Ihre Verträge werden bisher überdurchschnittlich oft befristet.“