Hamburg rettet Hapag Lloyd

Es geht um 7.200 Jobs, an Land und auf See: Hamburg ist sich mit der TUI offenbar über den Kauf weiterer Anteile der Großreederei Hapag-Lloyd so gut wie einig. Derzeit beraten darüber noch die Gremien. Das Unternehmen würde damit fast vollständig in den Besitz des Hamburger Konsortiums Albert Ballin kommen, an dem die Stadt und der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne maßgeblich beteiligt sind.

Bei den Arbeitnehmern kommt der Schritt gut an. ver.di-Landeschef Wolfgang Rose: „Ein Hamburger Unternehmen mit 7.200 Beschäftigten in 130 Ländern, davon 2.500 in Deutschland, mit 1.200 Seeleuten und 120 Auszubildenden, mit 40 Schiffen unter deutscher Flagge gehört zur Substanz der deutschen Wirtschaft. Wenn Deutschlands größte Reederei jetzt an den Standort Hamburg gebunden werden kann, dann macht das die ganze Stadt und ihren Hafen stärker. Denn die Grand Alliance von Hapag-Lloyd mit Unternehmen aus Hongkong und Japan hat rund 40 Prozent des Containerumschlags im Hamburger Hafen. Bei einem Weggang von Hapag-Lloyd wären 20.000 Arbeitsplätze in großer Gefahr gewesen. Diese Gefahr wird der Senat bannen. ver.di begrüßt diesen Schritt sehr: Er sichert Wirtschaftskraft und Beschäftigung

Hapag-Lloyd ist ein Schlüsselunternehmen der maritimen Wirtschaft in Deutschland. Ganz Hamburg stand und steht hinter dieser Reederei. So wurde verhindert, dass die Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur diesen Leistungsträger der Logistik übernehmen konnten.

Jetzt ist der Blick nach vorne zu richten: Hamburgs Hafen und die maritimen Unternehmen müssen sich zukunftsfest machen und gemeinsam auch der Deregulierung und Dumpingkonkurrenz widerstehen. Gerade erst hat der Hamburger Hafen sich seinen Platz als zweitgrößter Containerhafen Europas zurückerobert. Mit einem festen Liegeplatz für das urhamburgische Unternehmen Hapag-Lloyd werden wir diese starke Stellung sichern und ausbauen können.“

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