Hamburg, Hauptstadt der Windenergie

Auch wenn die Nachbarn in Kiel das nicht so gerne hören werden: Hamburg kann sich „Hauptstadt der Windenergie“ in Deutschland nennen, verkündete heute Bürgermeister Olaf Scholz.

Hamburg sei auf dem Weg, zu einem der führenden Standorte der Windenergie-Industrie weltweit zu werden, sagte der Bürgermeister. Scholz rief dazu auf im Umweltschutz noch mehr als bisher auf technische Innovationen zu setzen: „Mein Verständnis von moderner Umweltpolitik hat vor allem etwas mit der Fähigkeit zu tun, technische Innovationen zu fördern und durchzusetzen. Ich bin Anhänger und Bewunderer des ingenieurgetriebenen Umweltschutzes. Diese Form des Umweltschutzes hat sich in Hamburg mehr als 20 Jahre lang bewährt, und dieser Umweltschutz hat eine Menge Fortschritt gebracht. Die Windenergie ist ein Teil davon“, sagte Scholz bei der Konferenz des Netzwerkes der Europäischen Metropolregionen in Hamburg.

Als norddeutsche Metropole biete Hamburg für viele Unternehmen den passenden Standort für die Steuerung ihres Windgeschäfts, sagte Scholz und nannte etwa den Offshore-Bereich. Daher hätten sich in den vergangenen Monaten weitere Unternehmen in Hamburg niedergelassen – unter anderem Broadwind Energy, Areva Wind, Gamesa und Nordex. „Die Chancen der Windkraft werden in Hamburg bereits genutzt“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister. Eine besondere Hamburger Spezialität in diesem Bereich seien Dienstleistungen. Dabei gehe es von Finanzierung und Versicherung über Projektierung und Logistik bis hin zu Service, Wartung oder Marketing.

„Hamburg kann sich Hauptstadt der Windenergie in Deutschland nennen – vor allem seit die Siemens AG entschieden hat, ihr neues Headquarter Windenergie hier bei uns einzurichten. Mit dieser Entscheidung wird die Chance noch größer, gemeinsam mit den norddeutschen Ländern zu einem der führenden Standorte dieser Branche weltweit zu werden“, sagte Scholz. „1000 weitere Windräder für den Norden“ – diese auf Niedersachsens Energieprogramm gemünzte aktuelle Schlagzeile passe hier auch hinein.

Scholz betonte, der Aufbau des „Clusters Erneuerbare Energien Hamburg“ sei ein zentraler Bestandteil des Arbeitsprogramms des Senats. Sein Ziel sei, Hamburg gemeinsam mit den norddeutschen Ländern zu einem der führenden Standorte auszubauen. „Wir haben alles Potenzial, die Energiewende zu unserem Nutzen zu gestalten“, so der Bürgermeister.

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