Mit dem Ziel, kulturelle Bildung im Schulalltag zu verankern und junge Menschen auch aus schwierigen sozialen Verhältnissen an Kultur heranzuführen, dürfen nun sieben Hamburger Schulen ihren Namen um den Titel „Kulturschule“ ergänzen.
Es sind dies die Grundschulen Clara-Grunwald-Schule (Bergedorf), die Heinrich-Wolgast-Schule (Hamburg-Mitte) und die Grundschule Thadenstraße (Altona) sowie die vier Stadtteilschulen Altrahlstedt (Wandsbek), die Stadtteilschule am Hafen (3 Standorte in Altona und Hamburg-Mitte, die Schulen am Heidberg (Grundschule und Stadtteilschule gemeinsam, Hamburg-Nord) und die Kurt-Tucholsky-Schule (Altona). Sie haben sich erfolgreich im Rahmen des Projektes „Kulturschule Hamburg 2011 – 2014“ beworben, welches von der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Behörde für Kultur und Medien und der Gabriele Fink Stiftung gemeinsam getragen wird. Bei der Auswahl der Schulen wurden der jeweilige KESS-Sozialindex (KESS 1-3) sowie die Konzeptideen der Schulen berücksichtigt, die allesamt mit der Perspektive verbunden sind, bereits vorhandene Projekte im künstlerischen und kulturellen Bereich zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen.
Im Rahmen einer zentralen Auftaktveranstaltung in der Kulturschule Altrahlstedt überreichten Dr. Michael Voges, Staatsrat der Behörde für Schule und Berufsbildung, und Petra Kochen, Vorstandsvorsitzende der Gabriele Fink Stiftung, den Schulleitungen die Urkunden.
Als Kulturschulen erarbeiten die ausgewählten Schulen Konzepte, um traditionelle Unterrichtsstrukturen aufzubrechen, fächer- und jahrgangsübergreifende kulturelle Unterrichtsangebote in ihr Curriculum aufzunehmen, außerschulische Lernorte einzubeziehen und mit Kulturinstitutionen im Quartier und in der Stadt zu kooperieren. Die kulturspezifische Ausrichtung des Unterrichts soll nicht zusätzlich angeboten werden, sondern als Bestandteil des Schulalltags zu einer nachhaltigen Veränderung des Unterrichts führen. Auf diese Weise soll die Teilhabe an Kunst und Kultur möglichst vielen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft zugänglich gemacht werden.
Das Projekt „Kulturschule Hamburg 2011 – 2014“ ist im ersten Schritt auf drei Jahre angelegt, die Förderung kann aber auf sieben Jahre ausgedehnt werden. Die Gabriele Fink Stiftung unterstützt die Schulen finanziell und bietet ihnen zusätzlich projektbegleitende Beratungsleistungen an. Die Gabriele Fink Stiftung konzentriert ihre Arbeit auf Projekte, die sozial benachteiligten, kranken und behinderten Kindern die Teilhabe an Kultur und Bildung ermöglichen.