Die Geschäftsführung der Kolbenschmidt GmbH hat der Belegschaft im Werk Hamburg am 4.10.2007 mitgeteilt, daß aus ihrer betriebswirtschaftlichen Sicht das Werk Hamburg mit z.Zt. noch 217 Arbeitsplätzen spätestens 2009 ganz geschlossen werden müßte und der Abbau von 300 Arbeitsplätzen in Neckarsulm notwendig sei. Begründung: Es sollen mehr als 25 Mio. € jährlich eingespart werden.
Als Alternative zu dem vorgestellten „Kahlschlag“-Strategiekonzept bietet die Geschäftsführung an, mit den Betriebsräten und der IG Metall über andere Maßnahmen zu verhandeln, die allerdings den gleichen Einspareffekt erzielen müßten.
Der Betriebsrat und die IG Metall stellen dazu fest:
+ Das „Kahlschlag“-Konzept für die Kolbenfertigung in den Werken Hamburg und Neckarsulm ist eine offene Kampfansage an die Belegschaften und stößt auf unseren entschlossenen Widerstand.
+ Das „Kahlschlag“-Konzept reduziert einseitig alle Probleme und Lösungsmöglichkeiten auf die deutschen Werke und stellt somit ein Standortvernichtungs- und kein Standortsicherungskonzept dar.
+ Das „Kahlschlag“-Konzept verlangt, daß aufgrund überzogener Renditeerwartungen auf dem Altar des Profits Arbeitsplätze geopfert werden sollen.
Der Betriebsrat und die IG Metall fordern:
• Rücknahme des „Kahlschlag“-Konzeptes ohne Wenn und Aber!
• Keine Massenentlassungen in Hamburg und Neckarsulm!
• Vorlage einer strategischen Konzeption unter Einbeziehung aller Fertigungsstandorte weltweit und unter Berücksichtigung der sozialen Interessen der Beschäftigten an den deutschen Fertigungsstandorten.