„Gute Nachricht für die Mopo“

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat den Verkauf der „Hamburger Morgenpost“ an die Verlagsgruppe Du-Mont Schauberg (Frankfurter Rundschau, Kölner Stadtanzeiger und Kölner Express sowie Mitteldeutsche Zeitung) als „gute Nachricht für die Mopo“ und als „Chance für den Zeitungsstandort Hamburg“ bezeichnet.

Mit dem Kauf der „Mopo“ wird Du-Mont die viertgrößte Zeitungsgruppe in Deutschland. „Das lässt hoffen, dass nun anstatt der reinen Kapitalverwertungslogik wieder journalistische Interessen in den Vordergrund rücken“, sagte der SPD-Medienpolitiker Uwe Grund am Dienstag. Er warnte in diesem Zusammenhang davor, erneut „die alten und oft gescheiterten Ideen in Richtung von zusammengefassten Redaktionen aufzuwärmen“.

Mit Blick auf die wechselhafte Geschichte der „Hamburger Morgenpost“ mit ihren mittlerweile sieben Eigentümerwechseln wünschte Grund den Mopo-Beschäftigten, dass sie „endlich die Chance bekommen, in Ruhe und ohne überflüssigen Druck von außen ihr Blatt zu machen“. Die letzten Monate seien ein Musterbeispiel dafür gewesen, wie man mit seinen Beschäftigten nicht umgehen sollte. Er verspüre deshalb „eine gewisse Befriedigung“ darüber, dass sich der internationale Medienkonzern MECOM und sein Eigner David Montgomery gewaltig verspekuliert hätten. Der Kurs der MECOM Aktien war zuletzt auf einen Wert von unter 30 Cent gefallen. Dies war der Grund, weshalb der hoch verschuldete Konzerneigner seine Deutschland-Aktivitäten, den Berliner Verlag mit der Hamburger Morgenpost, verkaufen musste.

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