Gute Arbeit gefragt

Wenn Arbeitsplätze mit Überstunden, Schichtdienst oder Zeitdruck verbunden sind, kommt es häufiger zu Besetzungsschwierigkeiten.

Das geht aus einer Analyse von Alexander Kubis und Anne Müller hervor. Die Mitarbeiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben die Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung ausgewertet, für die im Jahr 2012 etwa 19.000 Betriebe befragt wurden. Bei 44 Prozent der neu besetzten Stellen, die mit Überstunden verbunden sind, berichten die befragten Arbeitgeber von Problemen. Arbeitsplätze ohne Überstunden sind dagegen nur zu 30 Prozent schwierig zu besetzen. Der Zusammenhang bleibt auch dann bestehen, wenn Faktoren wie die Branche, die Betriebsgröße oder das geforderte Qualifikationsniveau herausgerechnet werden. Auch bei Zeitdruck und Schicht- oder Nachtarbeit kommt es zu signifikant mehr Besetzungsschwierigkeiten. Hitze, Schmutz und Lärm oder körperliche Belastungen haben dagegen keine messbaren Auswirkungen. Laut Kubis und Müller dürfte das daran liegen, dass solche Arbeitsbedingungen vor allem einfache Tätigkeiten betreffen: Jobsuchende in diesem Bereich hätten oft keine Alternative

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