Thalia, Schauspielhaus, Staatsoper, Kampnagel: Aktion der Theaterbeschäftigten am 26. März für „Gute Arbeit – Faire Bezahlung“.
Von der laufenden Tarifrunde im Öffentlichen Dienst sind in Hamburg auch Thalia, Schauspielhaus, Staatsoper und andere Kultureinrichtungen betroffen. „Hamburg will Theatermetropole sein, das erfordert engagierte und professionelle Arbeit vor, hinter und auf der Bühne. Und diese muss für alle angemessen bezahlt werden“, sagt Helmut Stemm, Tarifkommissionsmitglied bei ver.di für die Theater.
Mit der Theateraktion im Rahmen der Tarifrunde fordert ver.di zudem die volle Gegenfinanzierung der Tariferhöhungen für die Theater und Kultureinrichtungen durch die Kulturbehörde.
Für Agnes Schreieder, stellv. Landesleiterin ver.di Hamburg, müsse dazu der Etat der Behörde deutlich aufgestockt werden: „Theater und Kultureinrichtungen unserer Stadt dürfen nicht gezwungen werden, ihre künstlerische Arbeit sowie notwendige Investitionen wegen der Umsetzung der Tariferhöhung massiv einschränken zu müssen. Wir fordern die Freie und Hansestadt Hamburg deshalb auf, die Tariferhöhungen zukünftig wieder voll zu finanzieren.“
In der Kulturfabrik Kampnagel fehlten bislang die erforderlichen Mittel, um überhaupt Tarifbezahlungen für die Beschäftigten anbieten zu können, obwohl es sich um ein städtisches Haus handelt. „Dies müsse sich ändern und sei ein Grund mehr, den Kulturhaushalt aufzustocken“, so Schreieder.
Am 26. März treffen sich Beschäftigte aus allen vier städtischen Theatern in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz zu der gemeinsamen Theateraktion „Theatermetropole Hamburg: Gute Arbeit – Faire Bezahlung“.
Am Abend werden ver.di und Beschäftigte vor allen vier Theatern Flugblätter an das Publikum verteilen, um dieses über die Situation an den Häusern zu informieren.