Güterbahn: Kein Lärmschutz für die Kitas

Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast kritisiert, dass der Senat den Lärmschutz für Kindertagesstätten an der Güterumgehungsbahn nicht entschlossen genug vorantreibe. „Während bei neun Gebäuden der untersuchten Kindertageseinrichtungen der kritische Lärmwert von 55 dB (A) am Tage überschritten werde, wird nur für eine Einrichtung der Bau einer Lärmschutzwand konkret geplant“, kritisiert Quast.

Laut Auskunft des Senats auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten (Drs. 18/7761) wurden im Herbst 33 Kindertagesstätten bzw. soziale Einrichtungen in der Nähe der Güterumgehungsbahn schalltechnisch überprüft. An neun Gebäuden wurde der kritische Immissionsgrenzwert von 55 dB (A) am Tage überschritten. In fünf Fällen (Wegenkamp 21, Deelbögenkamp 4, Rübenkamp 123, Rübenkamp 15, Pinelsweg 1 und 11) wurde der Bau von Lärmschutzwänden untersucht, aber nur im Fall Deelbögenkamp 4 wird sie gegenwärtig konkret geplant. Ob sie am Ende gebaut wird, ist allerdings noch offen.

Quast bemängelt das zögerliche Vorgehen des Senats: „Die Umleitung von Güterzügen über die Güterumgehungsbahn hat bereits begonnen. Der Lärm nimmt stetig zu. Auch öffentliche Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, sollen Lärmschutz erhalten, dass hat die Bürgerschaft einstimmig beschlossen und Geld dafür bereitgestellt.“ Quast fordert daher vom Senat ein entschlosseneres Vorgehen: „Seit Jahren ist bekannt, dass die Bahn kommt und mit ihr der Lärm, der Senat aber prüft und prüft. Die betroffenen Einrichtungen brauchen eine klare Perspektive, dass sie in den Genuss von Lärmschutz kommen.“

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